TURM, DACH, KIRCHENSCHIFF UND SAKRISTEI WERDEN ERNEUERT

Gotteshaus wird saniert

RAGOW Die Vorbereitungen zur Sanierung der mittelalterlichen und aus behauenen Feldsteinen erbauten Paul-Gerhardt-Kirche stehen kurz vor ihrem Abschluss.

Seit vielen Jahren hat die evangelische Kirchengemeinde in Ragow alles verfügbare Geld und eingehende Spenden angespart, um die dafür erforderlichen finanziellen Eigenmittel zu sichern.

Den Startschuss für die Sanierung hatte der Gemeindekirchenrat bereits im Januar dieses Jahres mit einem einstimmig gefassten Sanierungsbeschluss gegeben. Seitdem geht es darum, so Hans Neuberg, dringend notwendige Fördermittel aus staatlichen und kirchlichen Töpfen zu beantragen und zu erhalten. In zahlreichen Gesprächsrunden, auch mit der Unteren Denkmalschutzbehörde in Königs Wusterhausen, - die Kirche steht seit 1993 unter Denkmalschutz - wurden und werden die Wege geebnet und die erforderlichen Maßnahmen besprochen, damit ab 2004 die Sanierung der Kirche beginnen kann. Die Baumaßnahmen sollen mit dem im gleichen Jahr für die Gemeinde Ragow anlaufenden Dorferneuerungsprogramm des Landes Brandenburg beginnen und im Laufe von zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein. Die geplanten Sanierungsmaßnahmen betreffen den Kirchturm, das Kirchendach und die äußeren und inneren Wandflächen des Kirchenschiffes und der Sakristei.

Als Novum ist schon jetzt sicher, dass der in früheren Jahrzehnten um die Kirche angeschüttete Sandboden wieder abgetragen werden muss, weil diese Anschüttung als wesentlich für die Durchfeuchtung der Feldsteinwände angesehen wird.

Um die ebenfalls sanierungsbedürftige Orgel der Paul-Gerhardt-Kirche in absehbarer Zeit in Angriff nehmen zu können, trifft der Gemeindekirchenrat zurzeit Vorbereitungen zur Gründung eines "Fördervereins zur Restaurierung der Orgel der Paul-Gerhardt-Kirche Ragow". Ausschließlicher Zweck dieses Vereins wird die Beschaffung finanzieller Mittel für die Restaurierung der Orgel sein. Schön wäre es, wenn dieses Ziel bis zum Jahre 2006 erreicht werden könnte, denn dann wird die jetzt nicht mehr bespielbare Orgel 100 Jahre alt. Ihre Restaurierung, so wurde in einem Gutachten festgestellt, sei problemlos möglich - aber teuer.

Die gleichfalls dringend erforderliche Überarbeitung der drei vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammenden Bronzeglocken der Paul-Gerhardt-Kirche muss aus finanziellen Gründen leider weiter aufgeschoben werden. MAZ

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