Start für Kirchturm-Sanierung

 Neutrebbin

Neutrebbin (MOZ) Die Sanierung des Neutrebbiner Kirchturmes kann beginnen. Am Montag, 19. April, hat Brandenburgs Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka der Kirchgemeinde den Förderbescheid übergeben. Die darin zugesicherten 30 000 Euro werden zwingend für die Finanzierung der Kirchturm-Sanierung benötig, die zudem noch von der Kirchgemeinde und dem Kirchenkreis anteilig übernommen wird. Komplett aus eigener Kraft soll dagegen eine zweite Glocke für den Neutrebbiner Kirchturm bezahlt werden, die das dort hängende Eisenrohr ersetzen soll. Dazu soll die Bauphase zur Turmsanierung genutzt werden. Das Geld soll aus Spenden und mit Sponsoren zusammengetragen werden.

Für Pfarrer Hardy Enseleit und Ruth Dumke, Anneliese Walleit und Arno Hein vom Neutrebbiner Gemeindekirchenrat war es ein aufregender Tag. Brandenburgs Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanke hat am Montagnachmittag einen Förderbescheid über 30 000 Euro übergeben und damit das Startsignal für die Sanierung der Neutrebbiner Kirche gegeben.

Die 1816 errichtete Dorfkirche soll bis 2006 vollständig saniert werden. 340 000 Euro wird es insgesamt kosten, schätzen die Fachleute. Pfarrer Enseleit plant, die Arbeiten abschnittsweise zu erledigen. Los geht es mit dem Turm. 76 000 Euro müssen insgesamt dafür in diesem Jahr eingeplant werden, um Wasserschäden, Schäden im Mauerwerk, am Dach und anderes zu reparieren und um dem Turm wieder jenes Bild zu geben, das Baumeister Karl Friedrich Schinkel ihm einst zugedacht hatte. Dieser hatte vor dem Bau die Kirchenpläne des Wriezener Bauinspektor begutachtet und überarbeitet.

Johanna Wanka freute sich, gerade einer Kirche wieder einmal etwas von den zur Verfügung stehenden Geldern geben zu können. Kirchen seien nicht nur Orte des Gebets, sondern auch wichtige Identifikationsmerkmale für alle Bewohner eines Ortes. Aus diesem Grund stelle die Landesregierung jährlich insgesamt 1,6 Millionen Euro an Denkmalmitteln für den Erhalt von Kirchen bereit. Damit könnten im Jahr rund 25 Kirchgemeinden bedacht werden. Eine weitere Millon Euro stellt das Land zudem für den Brandenburger Dom zur Verfügung.

Die Ministerin rief dennoch zu verstärktem Engagement der Bürger für ihre Kirchen auf, das jetzt um so nötiger sei. Trotz erheblicher Mittel aus dem Staatskirchenvertrag stünden durch den Wegfall des Bundesprogrammes "Dach und Fach" nämlich deutlich weniger Denkmalschutz-Gelder für Kirchen bereit, informierte Johanna Wanka.

Auf das Engagement der Neutrebbiner hofft auch Pfarrer Enseleit. Parallel zur Turmsanierung nämlich hofft er, das Geld für jene zweite Glocke zusammen zu bekommen, die das jetzt hängende Eisenrohr endlich ersetzen könnte. Der wegen der Sanierung eingerüstete Turm böte dafür eine einmalige Gelegenheit. Im Juni sollen die Bauarbeiten beginnen, informierte Architekt Axel Seemann am Montag.

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