Farbenprächtiges Jesus-Bild

Die Sanierung in der Hennickendorfer Kirche ist vorerst abgeschlossen

MARGRIT HAHN

Hennickendorf - Jesus-Bild

HENNICKENDORF (Teltow-Fläming) Das Jesus-Bild in den Buntglasfenstern in der Hennickendorfer Kirche ist restauriert und strahlt wieder in den schönsten Farben. Im Zuge der Restaurationsarbeiten des Gotteshauses wurde auch das Kirchenschiff saniert. Dabei wurde festgestellt, dass sich in den Glasmalereien Risse befanden. Und so entschied der Gemeindekirchenrat, die Restaurierung der Buntglasfenster in Auftrag zu geben. In der Diplomrestauratorin und Glasmalerin Ilona Berkei aus Zeuthen fand man die geeignete Expertin.

Bevor sie den Auftrag annahm, hatte sie sich die Kirche mit den Malereien in Hennickendorf angesehen. Die richtige Arbeit begann erst im Atelier. Mit nur einem Farbanstrich ist die Sache bei Buntglasfenstern nicht getan. Mehrere Anstriche sind nötig und nach jedem Arbeitsgang musste die Farbe im Brennofen ins Glas gebrannt werden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass blau nach dem Brennen bei Temperaturen zwischen 500 und 700 Grad nicht gleich blau ist. Der Brennprozess verändert die Farbe und so ist experimentieren angesagt - so lange, bis der Farbton mit dem Original übereinstimmt.

Die figürliche Darstellung ist die besondere Spezialität von Ilona Berkei. Deshalb hatte sie auch kein Problem mit dem Jesus-Bild, der ein Teil der unteren Gesichtshälfte und des Bartes fehlte. "Die Hautfarbe nachzuempfinden ist besonders schwierig", sagt Kunstglaser Bernd Bodlien, der schon in vielen Kirchen Deutschlands tätig war. Er setzte gestern gemeinsam mit einem Kollegen die fertig restaurierten Glasfenster in sieben Metern Höhe wieder ein. Nun steht dem Konzert am 2. Advent mit dem Buchholzer Blasorchester in der beheizten Hennickendorfer Kirche nichts im Weg. Obwohl die Hennickendorfer auch im Vorjahr trotz Außengerüst und einem weiteren im Innern nicht auf ihr Adventskonzert verzichteten.

Nach dem Konzert wird zum Beisammensein mit Kaffee, Kuchen, Glühwein und Bratwürsten eingeladen. Außerdem ist eine kleine Ausstellung zu sehen, die zeigt, was sich 2005 im Ort getan hat. Doch einiges gibt es auch noch zu tun. So sollen in der Kirche die Treppe und der Glockenturm in Angriff genommen werden. "Dafür fehlen allerdings noch die finanziellen Mittel", meint Dietmar Rindt, Mitglied des Gemeindekirchenrates.

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