DER TURM DER GÖTTINER DORFKIRCHE ERSTRAHLT IN NEUEM GLANZ

Feldsteine lugen aus dem Putz

MARCUS ALERT

Bröckelnder Beton am Göttiner Kirchturm sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Sorgenfalten auf der Stirn von Pfarrer Gerke Pachali. "Ich hatte meine Pfarrstelle vor knapp 30 Jahren gerade angetreten, da wurde der Turm das letzte Mal verputzt", erinnert sich der Pfarrer. Doch offensichtlich habe man damals zu viel Zement verwendet.

Auf jeden Fall platzten schon bald die ersten Putzstellen am Turm ab, der im 14. Jahrhundert aus Feldsteinen und Ziegel am Vorgängerbau der heutigen Kirche errichtet worden war. Nicht angetastet wurde bei der jetzt abgeschlossenen Sanierung das hochgestreckte Kirchturmdach in Form eines Zuckerhutes.

Immerhin 24 000 Euro wurden in den vergangenen Wochen verbaut. Zwei Drittel des Geldes kamen aus dem Denkmalprogramm des Bundes "Dach und Fach". Das restliche Drittel brachte die Göttiner Kirchengemeinde auf.

Von dem Geld verfugte die Brandenburger Firma Freyer nicht nur das Mischmauerwerk des Turmes neu, sondern er wurde auch noch sandgestrahlt. "Der Kirchturm sieht jetzt wie neu aus", freut sich Pfarrer Gerke Pachali über das gelungene Vorhaben.

Rein äußerlich kann sich die im Jahre 1870 von dem Baumeister Eiserbeck errichtete Kirche zwar wieder sehen lassen, doch für das Innere hat Pfarrer Pachali eine längere Mängelliste auf dem Schreibtisch zu liegen. Diese Arbeiten sollen jedoch schon im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Dazu will Gerke Pachali zuerst verschiedene Angebote einholen. Der Schwerpunkt liegt dabei aber auf der Ausmalung des Gotteshauses.

"Toll wäre, wenn die Wölbung der Apsis wieder ihren blauen Sternenhimmel zurückerhalten würde", sagt Pfarrer Pachali. Und auch der Rest der Kirche soll neu gestrichen werden. An die Restaurierung der Ausstattung wie Altar, Kanzel oder Gemälde sei dagegen derzeit nicht zu denken. "Schließlich gibt es dafür keine Fördermittel mehr", weiß der Pfarrer. Und allein auf sich gestellt sei die Kirchengemeinde eben nur schrittweise in der Lage diese Dinge zu restaurieren.

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