Mit ruhiger Hand

Maler in der Stadtkirche Fürstenberg / Tolle Optik dank Quaderung

ANKE DWOREK

FÜRSTENBERG Pastor Thomas Juergensohn gerät richtig ins Schwärmen, wenn er sich ausmalt, wie die Fürstenberger Stadtkirche spätestens Heiligabend innen aussehen wird: frisch gestrichene helle Wände, die den Eindruck erwecken, als wenn die Mauern aus Sandstein-Quadern bestünden.

Die Männer des Malerbetriebs Henner Haug aus Warenshof arbeiten zurzeit an dieser optischen Täuschung. Sie streichen die Wände in heller Farbe und ziehen mit dem Pinsel und ruhiger Hand Striche, die von weitem wie Fugen wirken. Diese Technik heißt Quaderung.

Bevor im Denkmal Kirche etwas erneuert oder gar verändert werden darf, muss erstmal eine restauratorische Untersuchung erfolgen. Dabei sei herausgekommen, dass es solch eine Quaderung früher schon mal in der Kirche gegeben habe, so der Pfarrer.

Die Bauarbeiter wollen bis Heiligabend fertig sein, haben nicht nur die Wände des Kirchenschiffs, sondern auch die Kassetten unter der dortigen Empore, die Windfangtüren und die Wände der Winterkirche zu malern. Letztere erhält aber keine Quaderung. Bis auf den Altarraum, der noch restauriert werden muss, ist die Kirche dann innen vollständig renoviert. Für die jetzigen Malerarbeiten kommt die Kirchgemeinde finanziell zur Hälfte auf. Den anderen Teil stellt das Land Brandenburg als Patronatsmittel zur Verfügung.

Fürs nächste Jahr plant Thomas Juergensohn die Generalreparatur und Erweiterung der Orgel. Das kostet rund 61 000 Euro. Eine stolze Summe, die den Pfarrer aber nicht schreckt. Er hat ja auch das Geld für die teuren Fenster und vieles andere zusammenbekommen, da wird die Orgel wohl auch noch zu stemmen sein. Ihr jetziger Zustand ist jammervoll: stark verschmutzt, Fehler in der gesamten Pneumatik (etliche Heuler), Balganlage teilweise undicht, Stimmung und Intonation mangelhaft.

Spenden für die Reparatur der Fürstenberger Orgel werden jederzeit dankbar entgegen genommen.

Märkische Allgemeine vom 08. Dezember 2006

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