SANIERUNG DER KIRCHE SCHREITET WEITER VORAN / FENSTER WERDEN ERNEUERT

Eine Luther-Rose in Stülpe

MARGRIT HAHN

Eine Luther-Rose in Stülpe

STÜLPE Eine so genannte Luther-Rose ziert seit Montag das kleine Fenster über der Eingangstür der Stülper Dorfkirche. "Wir wussten nicht genau, welches Motiv früher in dem Glas vorhanden war, deshalb haben wir uns für die Luther-Rose entschieden", sagt Pfarrer Wilfried Flach.

Martin Luther bezeichnet die Rose 1530 in einem Brief an den Nürnberger Lazarus Sprengler als ein Merkzeichen seiner Theologie. Dieses Herz inmitten einer weißen Rose steht dafür, dass der Glaube Freude, Trost und Frieden gibt.

Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Glaswerkstatt Blönsdorf, die sich extra dazu eine Vorlage aus einem Wittenberger Kirchenbuch beschaffte. Für das Fenster verwendete man Antikglas, das in Bayern in einer aufwendigen Prozedur mundgeblasen wurde und dann in Blönsdorf nach einem entsprechenden Entwurf zugeschnitten, bemalt und anschließend gebrannt wurde. Die Kosten für das Rosenfenster betragen 1400 Euro.

Auch ein Teil der großen Seitenfenster der Kirche sind bereits erneuert. Sechs weitere Fenster sollen im nächsten Jahr mit Beginn des fünften Bauabschnittes folgen.

Die Stülper Dorfkirche, die 1562 erbaut wurde, hatte bis 1984 eine aufwändige Bleiverglasung, die dann allerdings mutwillig zerstört und durch Strukturglas ersetzt wurde. Jetzt, im Rahmen der Sanierung, soll alles wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt werden, dazu gehören auch die Fenster. Finanziert werden diese vom Land Brandenburg, der Landeskirche und dem Kirchenkreis sowie der Kulturstiftung der Kreissparkasse Teltow-Fläming, die dafür 4000 Euro zur Verfügung stellt.


siehe auch:
Märkische Allgemeine vom 21. Februar 2002: Greise Sitzgelegenheiten kommen zu Ehren

 

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