SANIERUNG DES BERGSDORFER GOTTESHAUSES NOCH IN DIESEM JAHR

Es bröckelt am Kirchturm

BERGSDORF - Noch in diesem Jahr soll die Bergsdorfer Kirche saniert werden. Immer wenn Pfarrer Hans-Joachim Vanselow am Gotteshaus hinaufblickt, denkt er an die Schäden, die Traufe und Dacheindeckung mittlerweile aufweisen. Im Hinblick auf die Bausicherheit müsse hier schnell Abhilfe geschaffen werden.

Kleine Brocken seien in der Vergangenheit schon hinunter gestürzt. "Wir haben auch eine Stellage über dem Eingang zum Turm aufbauen müssen, damit hier niemandem etwas geschieht", so Hans-Joachim Vanselow, der mit den Konfirmanden für vier Tage verreist ist. Dieses Provisorium müsse jedoch so schnell wie möglich verschwinden.

Nach ersten Planungen werde das Unterfangen mit 20 000 Euro zu Buche schlagen. Die denkmalpflegerische Genehmigung für die Bauarbeiten sei bereits erteilt. "Allerdings wünschte der Denkmalpfleger, der jüngst vor Ort war, noch kleine Veränderungen am Bauplan", berichtete Vanselow. Diese kleinen Veränderungen könnten noch einmal 5000 Euro extra kosten. Finanziert wird die Sanierung aus mehreren Töpfen. Zum einen wurde beim Kirchenkreis angefragt, "die Verhandlungen sind aber ins Stocken geraten". Zum anderen seien Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm avisiert. Und dann gibt es da auch noch die agile Kirchengemeinde, die sich um den Erhalt des Hauses wirklich sehr bemüht, wie Vanselow lobte. Zwei sehr schöne Gesten hat der Pfarrer noch gut in Erinnerung. Es war vor zwei Wochen, als in der Kirche eine goldene Hochzeit gefeiert wurde. Die Jubilare hatten darauf bestanden: keine Geschenke, lieber eine Spende an die Kirchengemeinde. Die ist mit 1000 Euro höher ausgefallen, als sich Hans-Joachim Vanselow je erträumt hätte.

Auch als die Bergsdorfer Gertrud und Günter Hartwich am vergangenen Wochenende ihr 1953 gesprochenes Ehegelöbnis erneuerten, wurden Spenden für die Kirchensanierung gesammelt. cl

 

   Zur Artikelübersicht