Das Wahrzeichen mit den vielen Jubiläen

 535. Jahrestag der Fertigstellung des St.-Marien-Domes

Fürstenwalde (MOZ) Der 535. Jahrestag der Fertigstellung des St.-Marien-Domes, der 10. Jahrestag der Wiedereinweihung, das 120-jährige Jubiläum der Domkantorei sowie - ganz aktuell - die Fertigstellung der großen Orgel: Die St.-Marien-Domgemeinde hat in diesem Jahr genügend Gründe ordentlich zu feiern. Und da das Gotteshaus das Wahrzeichen der Stadt und eine touristische Attraktion ist, wird es - als Höhepunkt - eine ganze Festwoche geben.

Als im April vor 60 Jahren Fliegerbomben den St.-Marien-Dom zerstörten und nur noch eine Ruine stehenblieb, dachten wohl nur wenige, dass das Gotteshaus jemals wieder aufgebaut würde. Inzwischen ist das markante Gebäude wieder ein lebendiger Treffpunkt für vielfältige Veranstaltungen und vor allem ein Publikummagnet. 29000 Besucher zählten die ehrenamtlichen Dombetreuer im vergangenen Jahr - ohne Konzerte und Gottesdienste. "Es ist eine der wenigen Kirchen, die täglich geöffnet hat", sagt Pfarrer Martin Haupt. Ein Stamm von 35 Ehrenamtlichen ermöglicht dies.

Kein Wunder also, dass markante Daten, die mit der Geschichte des Domes zu tun haben, gebührend gefeiert werden sollen. In der Domgemeinde macht man dies inzwischen traditionell um den Reformationstag, dem 31. Oktober. Denn an diesem Tag wurde das Gotteshaus wieder eingeweiht. Zum 10-jährigen Jubiläum wird es natürlich einen Festgottesdienst geben, zu dem Landesbischof Wolfgang Huber erwartet wird. "Er hat dafür extra einen Gottesdienst in Berlin sausen lassen", so Martin Haupt. In den Tagen zuvor und danach schließen sich vielfältige Veranstaltungen an, die nicht zuletzt einen musikalischen Akzent haben. Denn zum Jubiläumstag soll auch die dann endgültig fertiggestellte große Domorgel - das größte Instrument seiner Art im Land Brandenburg - erklingen.

In der Domgalerie wird um diese Zeit eine Ausstellung zu sehen sein, bei der die Fürstenwalder und die Liebhaber des Domes um Mithilfe gebeten sind. Unter dem Thema "Mein Dom - im kleinen und großen" sind Beiträge gefragt. Das können Bilder sein, Fotografien, Texte und ähnliches. "Es soll die persönliche Beziehung zum Dom darstellen", so Martin Haupt.

Die Domkantorei feiert ihren runden Geburtstag nicht zuletzt dadurch, dass sie sich Gastchöre einlädt.

Bernd Norkeweit, der es nicht nur immer wieder versteht, die Ausstellungen in der Domgalerie zu einem besonderen Erlebnis zu machen, hat die graphische Gestaltung der Ankündigungsplakate zum Jubiläumsjahr übernommen. Es habe sich auch ein kleiner Jubiläumsausschuss zur Vorbereitung der Feierlichkeiten gebildet, so Martin Haupt.

   Zur Artikelübersicht