Heilig Geist Kirche fast fertig

800 000 Euro in Turm und Schiff investiert / Eröffnung Mitte April zum Ostergottesdienst

REGINE GREINER

 Heilig Geist Kirche Werder
Noch ist das Schiff der Kirche am Mühlenberg in Werder verhüllt. Zum Osterfest aber ist ein weiterer Teil der Sanierung abgeschlossen. Foto: DSJGroßbildansicht

WERDER Die Heilig Geist Kirche auf der Inselstadt wird nach Verspätungen bei Arbeiten im Dezember nun zum Osterfest wieder eröffnet. Die Veranstaltungen am Weihnachtsfest 2005 mussten in die Havelauenhalle verlegt werden, weil die Sanierungen doch längere Zeit in Anspruch genommen haben, als ursprünglich angenommen. Doch jetzt ist das Werk fast vollbracht, denn es fehlt nur noch die Ausmalung der Decke. Die so genannte Schablonenmalerei in den Farben rosa bis ocker, wie sie Pfarrer Immo Riebicke beschreibt, weist auch Strukturen aus und gibt dem Raum eine besondere Stimmung. Darüber dürften sich auch alle jene freuen, die zur Spende von 35 000 Euro für die Ausmalung beigetragen haben. Darunter war auch eine Werderanerin die das Vorhaben mit 12 000 Euro unterstützte, wie vom Pfarrer zu erfahren war.

Als besonders schwierig erwiesen sich aber die Arbeiten an der Holzkonstruktion und im Außenbereich. Der Schwamm hatte mehr Spuren hinterlassen, als man befürchtet hatte, so dass von den Handwerkern bei der Sanierung ihr ganzes Können abverlangt wurde. Wo ablaufendes Regenwasser in den vergangenen Jahren an der Traufe besondere Schäden angerichtet hatte, wurde ein zusätzlicher Dachschutz gebaut.

Außerdem werden auch die sechs Filialtürme sowie der Chorturm erneuert. Die Arbeiten sind laut Riebicke noch nicht abgeschlossen. Sie waren auch ursprünglich nicht eingeplant, aber der Bauzustand ließ keinen Aufschub zu.

Die Finanzierung war auch nur mit weiteren Fördermitteln möglich. Insgesamt rund 800 000 Euro, davon waren fast 320 000 Euro Fördergelder, wurden in den vergangenen Monaten für das Gotteshaus aufgewendet.

Auch die Stadt Werder hat die Restaurierung finanziell unterstützt, sagt Riebicke. Er ist glücklich über die erfolgreiche Arbeit an "seiner" Kirche. Aber auch der Pfarrer weiß, dass trotz der erreichten Fortschritte noch manche Erneuerungen notwendig sind. Doch alle Eigenmittel der Kirchengemeinde sind trotz großzügiger Förderung aufgebraucht, so dass an der Fassade, dem Sockel und den zwei Osttürmen vorerst nicht gebaut werden kann. Aber zum Osterfest gibt es ersteinmal genug Gründe für die Kirchengemeinde und ihre Gäste sich zu freuen, denn das Gotteshaus am Mühlenberg hat an Ausstrahlung gewonnen. Damit werden neben den kirchlichen Veranstaltungen auch geplante Konzerte und andere Höhepunkte für Besucher noch attraktiver.

Märkische Allgemeine vom 16. Februar 2006

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