Kirchendach vollendet

Sonntag Dankgottesdienst / Weitere Sanierungen notwendig

WERDER Nach 16 Monaten Bauzeit wird am morgigen Sonntag die abgeschlossene Teilsanierung der Heilig-Geist-Kirche auf der Insel Werder mit einem Dank- und Festgottesdienst begangen. Mit dem neuen Dach und der fertiggestellten Innenausmalung ist man bei der Erneuerung des Gotteshaus wieder ein großes Stück vorangekommen. Wenn es die finanziellen Mittel der Kirchengemeinde zulassen, müssen alsbald die Fassade, der Sockel und die zwei Osttürme saniert werden. Diese Maßnahmen kosten aber noch einmal annähernd 300 000 Euro.

Nach Bauverzögerungen durch den langen und schneereichen Winter konnte erst zur diesjährigen Konfirmation Anfang Juni das strahlende Innenleben bewundert werden. Aber Pfarrer Immo Riebicke war wie viele andere begeistert. Die Finanzierung der annähernd 57 000 Euro teuren Malerarbeiten im 1858 nach Plänen von Friedrich August Stüler errichteten Bau hatten Spenden der Mitglieder und Freunde der Kirchengemeinde möglich gemacht. Im zweiten Bauabschnitt wurden darüber hinaus die kleinen Filialtürme erneuert, weil ihr Zustand keinen Aufschub der Arbeiten zuließ.

Der aufwändigen Erneuerung des Daches, wo der Schwamm schlimmere Schäden angerichtet hatte als befürchtet, waren seit 1996 Arbeiten am Hauptturm gefolgt. Mehr als eine Million Euro wurde für die Erhaltung des Gotteshauses benötigt, allein 320 000 Euro Fördermittel und Geld der Stadt flossen in die Dachsanierung der vergangenen Wochen.

Zu den Höhepunkten in den nächsten Wochen gehören u.a. am 2. September der Tag der offenen Kirche mit einem abwechslungsreichen Programm, kündigt Pfarrer Riebicke an. Am 5. September wird der Chor der Münchner Mädchen und Buben ein Konzert geben. R. Gr.

Märkische Allgemeine vom 21. Juli 2006

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