Probleme beim Erhalt von Denkmalen von Interesse
Landrat und Fachleute informieren sich in ausgewählten Kirchen

Von unserem Redaktionsmitglied Michaela Kumkar

Uckermark. Die Kirchen von Gollmitz, Klaushagen, Küstrinchen und Sternhagen waren gestern Stationen einer Reise von Landrat Klemens Schmitz (SPD). Begleitet wurde er dabei von Professor Dr. Detlef Karg, Landeskonservator, Dr. Peter Schabe von der Außenstelle Potsdam der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Gerlinde Peper vom Amt für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung, Bernd Janowski, Geschäftsführer des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. und Reinhold Klaus, 1. Beigeordneter des Landrates, sowie Axel Kempert von der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde der Kreisverwaltung.

Vor Ort kam man mit Pfarrern, Bürgermeistern und Ortsvorstehern, Kirchenältesten, Fördervereinen, Planern und Bauausführenden ins Gespräch. Schwierigkeiten und Erschwernisse beim Erhalt der jeweils ältesten, aber auch kulturvollsten Häuser am Platze spielten dabei eine wichtige Rolle.

Unterschiedlich ist die Situation der vier Kirchengebäude. Während die Dorfkirche Küstrinchen seit 30 Jahren nicht mehr genutzt wird und einsturzgefährdet ist und man nach ersten Sicherungs- und Sanierungsarbeiten über eine Perspektive für dieses Gebäude nachdenkt, hat an der mittelalterlichen Dorfkirche in Sternhagen nach der erfolgreich abgeschlossenen Instandsetzung des Turms und angrenzender Bereiche der zweite Bauabschnitt begonnen.

Die Sicherungs- und Sanierungsarbeiten an der Gollmitzer Kirche könnten 2002 abgeschlossen werden, wenn der Kirche bzw. dem Förderverein nicht die notwendigen Eigenmittel zum Abruf der Mittel des Amtes für Flurneuordnung fehlen würden.

Die Klaushagener Kirche steht am Beginn der dringend notwendigen Sanierungsphase. Landrat Schmitz überreichte gestern an Pfarrer Heiko Fischer einen kreislichen Zuwendungsbescheid über 1.000 Euro. Sie sollen mit Mitteln der Oetker-Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die bereit stehen, für die Sicherung des mittelalterlichen Frieses im Traufbereich verwendet werden. Weitere Schritte sind die Sicherung der Holzkonstruktion des Turmes, des Dachtragwerkes und des Dachs des Kirchenschiffes sowie die des Altars. Dabei handelt es sich unter dem Strich um umfassende Notsicherungsmaßnahmen.

 

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