Ein Klassiker in der Rosower Kirche

Von Marita Poschitzki

Rosow. Bereits zum zweiten Mal machte der Verein Theater in der Kirche Halt in Rosow. Auf dem Programm stand der Klassiker "Minna von Barnhelm" von Lessing.

Das Projekt Theater in der Kirche rief Heidi Walier, Leiterin einer privaten Schauspielschule in Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin/Brandenburg vor vier Jahren ins Leben. Sie bietet so jungen Schauspielern und Schauspielschülern die Möglichkeit, sich auszuprobieren.

"Mein Ziel ist es, mehr Theater in den Dörfer zu zeigen. Kirchen sind dafür ein idealer Platz", erzählt Heidi Walier, die die Theaterstücke für die Aufführungen in den Kirchen auf die wesentliche Handlung kürzt. "Dabei verliert das Stück aber nicht an Inhalt", versichert die Regisseurin. Die Proben für das Sommertheater in den Kirchen beginnt im März, dann wird auch das Bühnenbild erarbeitet.

Gegen Mittag rückten die jungen Schauspieler bereits in Rosow an, um die Bühne in der Kirche aufzubauen und für die entsprechende Technik zu sorgen. "Das ist natürlich mit Aufwand verbunden", erzählt Gernot Ernst, der Wirt. "Aber wenn das Stück gefällt, dann hat sich die Arbeit für uns gelohnt", lächelt der Wirt.

Und Lob für die Aufführung war den jungen Schauspielern garantiert, denn schon in der Pause, wo Mitglieder des Fördervereins Gedächtniskirche Kuchen und Kaffee servieren, sind die Zuschauer des Lobes voll. "Gefällt mir sehr gut, einfach Klasse, was die jungen Schauspieler an Mimik und Sprache so herüberbringen", ist Vereinsvorsitzender Karl Lau ganz begeistert. "Ich freue mich auch, dass so viele Gäste gekommen sind und ich denke, dass diese Theateraufführungen hier in der Kirche zu einer guten Tradition werden könnten."

Auch Irmgard Döbler bescheinigte den Schauspielern eine gute Leistung. "Ich fand, es war ganz schön viel Text, den sie lernen mussten. Das Stück hat mir besser gefallen, als das letzte im vergangenen Jahr. War sehr unterhaltsam."

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