GESTERN EINWEIHUNG BEIM GOTTESDIENST

Dannenwalder Kirche mit neuer Orgel

HAJO NITSCHKE

DANNENWALDE (Lkrs. Prignitz) Die neue elektronische Orgel in der Dannenwalder Kirche erklang gestern erstmalig. "So sei denn diese Orgel in den Dienst Gottes und der Kirchengemeinde gestellt", sagte Pfarrer Hans-Georg Scharnbeck im voll besetzten Gotteshaus. Die alte Dinse-Orgel von 1920 hatte schon vor längerer Zeit ihren Dienst versagt. Eine Instandsetzung hätte bis zu 50 000 Euro gekostet.

Als 2003 der 80. Geburtstag der Ex-Dannenwalderin Elisabeth von Falkenhausen bevorstand, hatte sie an die Mitglieder ihrer Familie von Oppen, an Freunde und Bekannte nur einen Wunsch: Sie wollte nur Spenden, um etwas für die Kirchengemeinde Dannenwalde tun zu können. Rund 3000 Euro kamen dabei zusammen. Weitere fast 3500 Euro spendeten unter anderem die Kirchengemeinde, andere Einwohner des Dorfes, die Partnerkirche Wertherbruch und ein befreundeter Chor aus Hamburg.

Nun war das Geld zusammen für den Kauf eines elektronischen Instruments. Beraten ließ man sich dazu vom Orgelzentrum Berlin und vom Kyritzer Kantor Michael Schulze.

Die Orgel "Opus 10" von der holländischen Herstellerfirma Johannus hat am Tag ihrer Einweihung schon gehalten, was die "Königin der Instrumente" verspricht. Mit ihren 26 Registern steht sie in Verbindung mit der alten Orgel. In deren Gehäuse sind die Lautsprecher eingebaut.

Andreas Bartelsen, der Kantor aus Hamburg, und Michael Schulze spielten gestern während des Gottesdienstes. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Festzelt an der Kirche gaben beide Kirchenmusiker ein Konzert. Der Mix aus Klängen von der Barockzeit bis in die Moderne zeigte die Bandbreite der Möglichkeiten. Pfarrer Scharnbeck hatte sich schon im Gottesdienst bei allen bedankt, die zur neuesten Errungenschaft der Kirchengemeinde beigetragen haben. Gefeiert, musiziert und gesungen wurde bis in den späten Nachmittag. Auch Dannenwalder Kitakinder erfreuten mit einem Programm.

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