FESTGOTTESDIENST ZUR EINWEIHUNG DES RESTAURIERTEN BLÜTHENER KIRCHTURMES

Alter Turm in neuem Gewand

SVEN BORNSCHEIN

BLÜTHEN In neuem Glanz erstrahlt der alte Turm der Blüthener Kirche. Im letzten Sommer wurde mit der Restaurierung des maroden Bauwerks begonnen. Gestern wurde das Schmuckstück mit einem Festgottesdienst offiziell eingeweiht.

Auf ihren frisch hergerichteten Turm dürfen die Blüthener zu Recht stolz sein. Am hölzernen Fachwerkturm aus dem Jahre 1851 musste einiges an Arbeit verrichtet werden. Marodes Holz wurde erneuert, alte Ziegel wurden ausgetauscht und eine zusätzliche Stützkonstruktion errichtet. Rund 5000 Euro kamen durch Spenden der Kirchengemeinde für die Restaurierung des Turmes zusammen. Doch noch beachtlicher war das Schaffen in Eigenregie. Die Mitglieder der Kirchengemeinde schafften es auf 1000 Arbeitsstunden. In denen wurden Arbeiten in und um das Gotteshaus verrichtet. "Durch das große Engagement der Leute wurde der Wert der Kirche deutlich gesteigert", erzählt Pastorin Marie-Luise Klehmet. Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Besucher die Möglichkeit, den renovierten Kirchturm zu begutachten und sich mit dem Potsdamer Architekten Bernd Henning über die Bauphase zu unterhalten. Im Turm befand sich zusätzlich eine Ausstellung von alten Materialien, die während der Restaurierung gefunden wurden.

Neben der Kirchturmeinweihung wurde während der Festpredigt auch des ehemaligen Blüthener Pfarrer Karl Groß gedacht. Dieser kam 1932 nach dem Studium nach Blüthen und war 55 Jahre für die Kirche zuständig. Er war der letzte von 28 Pfarrern in Blüthen. Keiner von ihnen war länger im Amt als Karl Groß. In diesem Jahr wäre der gebürtige Berliner 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wurde ein Porträt von ihm in der Kirche aufgehängt.

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