SANIERUNG DER KIRCHE VON MAHLENZIEN STEHT KURZ VOR DEM ABSCHLUSS

Fertig - bis auf die Spitze

JÖRG ZIMMERMANN

Sie ist fertig. Oder zumindest fast. Bis auf die Kirchturmspitze sind die Sanierungsarbeiten in der Kirche von Mahlenzien abgeschlossen. Fassade, Fenster, die Innendecke, das Fachwerk des Ostgiebels sowie der Dachrand sind vollständig repariert. 35 000 Euro wurden in diesem Bauabschnitt ausgegeben. Der spannende Teil steht jetzt aber erst noch bevor.

Denn immer, wenn im Bereich der abschließenden Kirchturm-Kugel Reparaturen nötig sind, wird die dort versteckte Dokumentenhülse entnommen und geöffnet. Etwa alle 100 Jahre kommt das einmal vor.

"Die Hülse mit allen Papieren befindet sich derzeit bei den Architekten Wolfram und Nicolai", sagt der für Mahlenzien zuständige Pfarrer Siegfried Lück. In den nächsten Tagen will er den wichtigen Behälter von einem Klempner öffnen lassen, um einen Bericht über die Sanierungsarbeiten und ein Exemplar der MAZ beizulegen und zu erfahren, was frühere Generationen dort hineingelegt haben. "Dann wird die Hülse wieder zugelötet", so Lück.

Den endgültigen Abschluss der Arbeiten am Kirchturm erwartet er innerhalb der nächsten zwei Wochen. Schließlich sei das Baugerüst nicht gerade billig. Für die Reparatur der Kirchturmspitze sind aber nur noch 2000 Euro übrig. Die ist aber dringend erforderlich. "Das gebietet einfach die Sorgfaltspflicht", erklärt der Architekt Aksel Wolfram.

Bei den aktuellen Arbeiten habe man festgestellt, dass die Holzkonstruktion unterhalb der Kugel morsch ist. Eine dort angebrachte Blechmanschette habe sich wohl während eines Sturms gelöst. Deshalb war der Schaden zu entdecken. "Und es wäre Unsinn, einfach nur wieder ein neues Blech anzubringen", sagt Wolfram. Sonst bestünde die Gefahr, dass die Spitze irgendwann sogar abknicke. Der Schaden hätte schon vor Jahren behoben werden können. "Der Turm und das Dach wurden 1998 saniert. Damals hatte man aber im oberen Bereich nicht kontrolliert", erklärt Pfarrer Lück. Wahrscheinlich, weil das Geld fehlte, mutmaßt der Seelsorger aus Wusterwitz.

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