Die Hülle ist fertig

Gestern war Bauabnahme in der Lindower Kirche

MATTHIAS BUTSCH

LINDOW "Gott ist meine Zuversicht und Stärke" ist an der putzbrüchigen Wand des künftigen Gemeinderaumes auf der Empore der Lindower Kirche zu entziffern. Zuversicht und Stärke waren und sind es auch, die die Lindower und Malterhausener brauchen, um die Sanierung ihres Gotteshauses bis zum letzten Pinselstrich verwirklichen zu können. Vor zweieinhalb Jahren mit der Arbeit begonnen, sind sie dem Ziel inzwischen ein ganzes Stück näher gekommen. Nachdem vor einem Jahr der restaurierte Turm wieder aufgesetzt wurde und seitdem auch die Glocke wieder läutet, war gestern nun Abnahme des nächsten Bauabschnittes. Johannes Schmidt, Geschäftsführer des Holzverarbeitungsunternehmens Oehnaland, und Bauleiter Wolfgang Schwarz führten Mitglieder des Gemeindekirchenrates und Ortsbürgermeisterin Gudrun Loof um und in die Kirche.

"Wir haben die Dachstühle von Schiff und Chor überarbeitet, die Dächer eingedeckt und Innen im Schiff die Wand von dem alten Putz befreit", erklärte Johannes Schmidt gegenüber der MAZ. "Und das war hoch interessant und eine Herausforderung", meinte der Fachmann, "galt es zum Beispiel, die sehr alte Dachstuhlkonstruktion weitgehend im Original wieder herzustellen."

Über "Kleinigkeiten" wurde gesprochen, die bis zum nächsten Freitag noch zu erledigen sind. Dann drehte sich aber schon alles darum, wie es weitergehen soll. "Jetzt ist nämlich die Innensanierung dran" erklärte Bauleiter Wolfgang Schwarz, "und die wird finanziell nicht gefördert." Mit Handwerkern sei schon gesprochen worden, sagte Hanna Heinrich aus dem Büro der Kirchengemeinde. "Aber jetzt müssen wir wieder Klinkenputzen gehen", ergänzte Ortsbürgermeisterin Gudrun Loof. Nach Aussage von Hanna Heinrich konnten für die bisherigen Arbeiten an der Kirche 4000 Euro aus Spenden verwendet werden. Das mache auch für den Fortgang der Arbeiten im Innern der Kirche Hoffnung.

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