Viele Spender ermöglichten es

Kirchturmdach kann saniert werden

RECKENTHIN Bauleute rückten vor ein paar Tagen an, um das Turmdach der Kirche in Reckenthin (Gemeinde Groß Pankow) zu sanieren. Der Ort gehört zu den typischen Runddörfern der Prignitz. Das heißt, dass die alte Feldsteinkirche die Mitte des Dorfes prägt und somit maßgeblich das Aussehen des gesamten Ortes beeinflusst.

Schon seit einiger Zeit machte der Kirchgemeinde der Zustand des Kirchendaches große Sorgen, noch mehr aber der Zustand des Kirchenturms, teilte Elisabeth Isenberg, Mitglied des Gemeindekirchenrates, der MAZ mit.

Ziegel fielen ständig herunter

Immer wieder fielen einzelne Dachziegel herunter und gefährden Personen, die sich auf dem Kirchhof aufhielten, und vor allem den weiteren Bestand des Daches. Man wusste: Wenn erst einmal ein Loch im Dach ist und der Regen eindringen kann, ist auch das übrige Gebäude in Gefahr. Es musste also dringend gehandelt werden. Aber so eine Reparatur oder Neueindeckung kostet eine Menge Geld.

Der Gemeindekirchenrat überlegte, wie eine kleine Gemeinde mit nur so wenigen Mitgliedern wohl diese Mittel aufbringen kann. Denn man wollte das Gebäude erhalten, das alle Einwohner doch jeden Tag sehen und nicht als Ruine im Dorf stehen haben wollen.

Elisabeth Isenberg: "Zum Glück gibt es engagierte Bürger, die Ideen haben und keine Mühen scheuen, die notwendigen Mittel aufzutreiben. Neben einem größeren Betrag, den die Jagdgenossenschaft zur Verfügung stellte und einer größeren privaten Spende haben viele kleinere und größeren Spenden dazu beigetragen, dass der erforderliche Betrag von etwa 12 000 Euro doch noch rechtzeitig zusammen kam. Deshalb möchte der Gemeindekirchenrat allen Spendern herzlich für ihren Beitrag zum Erhalt unserer Kirche danken." Ein besonderes Lob gelte Hans-Joachim Karstein, der sich die Mühe machte, von Haus zu Haus zu gehen und um Spenden zu bitten.

Ehemalige Reckenthiner beteiligten sich

Erfreut registrierten die Dorfeinwohner, dass sich auch ehemalige Reckenthiner mit kleinen und größeren Beiträgen beteiligten. Elisabeth Isenberg betont: "Sollte der Turm demnächst wieder in alt-neuem Glanz erstrahlen, können wir irgendwie doch stolz auf unsere gemeinsame Leistung sein und hoffen, dass die Kirche, die auf ungefähr 700 Jahre zurückblickt, noch weitere Zeit unseren historischen Mittelpunkt bildet.

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