Petition 2002 der Fördervereine zur Denkmalpflege in der Uckermark

Der Kreistag hat einen neuen Landtag gewählt.

Mit diesem wird es zu einer Neuorientierung der zu finanziellen Schwerpunkte im Uckermarkkreis kommen. Die Denkmalpflege darf bei diesen Überlegungen nicht hinten angestellt werden.

Die Fördervereine zur Denkmalpflege der Uckermark beschäftigen sich auf ihrer diesjährigen Sitzung mit der breitmöglichen Nutzung von Kirchenräumen.

Vor diesem Hintergrund appellieren wir an den neuen Landrat sowie die Vertreter des Kreistages, nicht nachzulassen in dem Bemühen, das wirtschaftliche und kulturelle Umfeld in unserer Region weiter positiv zu gestalten.

Angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen, die besonders in der Uckermark Spitzenwerte erreichen, sehen wir es als dringend notwendig an, die Förderung der Arbeiten an kirchlichen und anderen Baudenkmalen wieder stärker zu unterstützen. Diese Arbeiten verstehen sich nicht nur als Selbstzweck zur Erhaltung historischer Bausubstanz. Sie geben auch unseren Mitbürgern, Ihren Wählern, die Chance, im Arbeitsprozess zu bleiben bzw. in diesen wieder einzutreten. Wir können es nicht zulassen, dass immer mehr Bewohner unseres Landkreises diesem, auf Grund mangelnder Existenzmöglichkeiten, den Rücken kehren.

Mit Ihrer Entscheidung für eine weitere Unterstützung werden Sie wesentlich die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region bestimmen.

Intakte, ansehnliche Baudenkmale tragen im Besonderen zu einem gesunden Selbstwert der Bewohner, wie auch zu einem hohen Erholungswert der Uckermark bei. Das wiederum sichert auf lange Zeit einen touristischen Aufschwung mit all seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten für unsere Region.

Bei einer Förderung von touristischen Schwerpunkten wie der Naturtherme Templin, der Naturparks u.ä. mit Landes- und Kreismitteln sollten die Gebäude im Ortsmittelpunkt aber nicht wie Ruinen aussehen. Alles zusammen macht erst ein Ganzes. Aus diesem Grund bemühen sich die Fördervereine neben der Denkmalpflege um ein breites Spektrum von Veranstaltungen in kirchlichen Räumen.

Die Zusammenarbeit in letzter Zeit hat gezeigt, dass der Kreistag ebenfalls ein Interesse an der Arbeit der Fördervereine hat. Wir konnten eine positive Resonanz auf unseren Aufruf aus Gollmitz verzeichnen. Für die erfolgten Zuwendungen sei ausdrücklich Dank gesagt.

Wir werden im Bemühen um den Erhalt unseres kulturellen Erbes nicht nachlassen und erwarten von Gemeinden, Kreis und Land wie auch vom Bund die nötige finanzielle Unterstützung.

Wir schließen hiermit an unseren Aufruf vom 2.11.2000 in Gollmitz an.


 
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