Ein neues Dach für die Kirche

Am Vieritzer Gotteshaus laufen Sanierungsarbeiten für 126 000 Euro

VIERITZ Die Vieritzer Dorfkirche ist von einem Baugerüst umgeben. Seit einigen Wochen sind Bauarbeiter am Werk, der Dachstuhl des Gotteshauses wird saniert. Dazu bekommt die Vieritzer Kirche eine neue Dacheindeckung. Im Innern wird gemalert, so bekommt mit den Sanierungsarbeiten das Kirchengesims wieder seinen ursprünglichen Glanz.

Bis zum Winter sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen sein, erzählt Christoph Seydich, Pfarrer der Kirchengemeinde Milower Land. Die Sanierungsmaßnahmen, mit denen im Juni begonnen wurde, kosten insgesamt 126 000 Euro und werden mit Hilfe von Fördergeldern und Eigenmitteln aufgebracht. So steuert das Brandenburgische Kultur- und Wissenschaftsministerium 51 500 Euro bei. 25 200 Euro kommen von der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg. Der Kirchenkreis Rathenow-Nauen beteiligt sich mit 13 000 Euro. Dazu bringt die Kirchengemeinde Milower Land als Eigenmittel 36 300 Euro auf. Das Geld habe man für Baumaßnahmen angespart und ein Teil der Mittel komme aus Spenden, ist vom Gemeindepfarrer zu erfahren.

Besonders die Sanierungsarbeiten am Dachstuhl und die neue Dacheindeckung würden wesentlich zum Erhalt der Dorfkirche beitragen, unterstreicht Christoph Seydich. Ein Bauwerk, das schon lange Zeit das Vieritzer Dorfbild prägt. Die als Ziegelmauerwerk errichtete Saalkirche stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert. Vom Ursprungsbauwerk sind heute noch Teile des Turms und des Sockelbereiches des Kirchenschiffes erhalten. In einem Visitationsprotokoll aus dem Jahr 1650 wird erklärt, dass Kirche, wie auch Pfarrhaus, Scheune und Ställe, 1647 abgebrannt sind. Der jetzige Kir-chenbau stammt wahrscheinlich aus dem 17./18. Jahrhundert. Dafür sprechen der barocke Dachstuhl, die Ziegelformate und die Gestaltung der Kirche. Im ihrem Innern erinnern heute ein stattlicher Wand-Epitaph und eine Gedenktafel mit gemalten Wappenrahmen an die Zeit der Familie von Katte. Die Vieritzer Dorfkirche gehört heute auch zu einer Rad- und Wandertour mit Kirchenbesichtigungen im Milower Land.

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