Dannenberg hat neues Kreuz auf der Kirche

Die letzten Handgriffe 
Die letzten Handgriffe: Jens Petermann und Josef Drutschmann montierten das neue Kreus auf dem Dannenberger Kirchturm

Dannenberg (MOZ) Auf der Kirche von Dannenberg ist gestern wieder ein Kreuz montiert worden. Jahrelang war der Turm des Gotteshauses leer geblieben. Ein Sturm hatte vor 34 Jahren das alte Kreuz zerstört.

Gegen 11 Uhr war es so weit. Auf dem knapp 30 Meter hohen Kirchturm setzten Jens Petermann und Josef Drutschmann das neue Stahlkreuz auf. Zuvor hatte Malermeister Renald Klinger eine Kartusche im Sockel des Kreuzes versenkt. "Wir haben eine Märkische Oderzeitung hineingesteckt, einen kurzen, geschichtlichen Abriss des Kreuzes, den Bauplan und ein paar Geldstücke", berichtete Klinger. Das Kreuz werde jetzt 100 Jahre stehen bleiben, versicherte Karl-Heinz Wolf von der Firma Insta, die das Kreuz gebaut hatte.

Renald Klinger hatte als kleiner Junge, im Schulbus sitzend, beobachtet, wie ein Sturm am 10. November 1972 das alte Kreuz der Kirche zerstörte. In dem gleichen Bus, in dem Klinger als Siebenjähriger saß, fuhr auch Gisela Dahme, die damals Lehrerin in Falkenberg war, mit. Gestern Vormittag stand sie mit einem Fotoapparat vor der Dannenberger Kirche. "Das war damals ein Orkan, so was hat es seitdem nicht wieder gegeben", erinnert sich Dahme, die inzwischen Rentnerin ist. Erst hätte der Sturm eine richtige Schneise in den Wald geschlagen und dann fegte er über den Kirchturm hinweg. "Plötzlich schrie eines der Kinder auf und deutete auf den Kirchturm, wo gerade das Kreuz abknickte", so Dahme. Das sei wirklich beeindruckend gewesen.

Pfarrer Ulf-Winfried Radtke freute sich, dass die Kirche in Dannenberg nun endlich wieder ein Kreuz hat. "Wir haben uns das wirklich zusammengespart, aber jetzt sind die Kassen auch richtig leer", so der Pfarrer. Ein kleiner Zuschuss sei aber auch von der Gemeinde gekommen. Die Anfertigung und Montage des Kreuzes hat die Dannenberger Kirchgemeinde etwa 4500 Euro gekostet. Das abgeknickte Kreuz hatte noch bis 1983 auf dem Turm gehangen, dann hatte es aus Sicherheitsgründen abgenommen werden müssen. "Seitdem haben die Leute immer wieder gefragt, wann der Kirchturm ein neues Kreuz bekommen würde", so Radtke.

Die Dannenberger sind nach wie vor eine selbständige Kirchengemeinde. "Wir haben hier etwa 100 Mitglieder", weiß der Pfarrer. Am 24. September gibt es anlässlich der Errichtung des neuen Kreuzes um 14 Uhr einen Festgottesdienst in Dannenberg. Eingeladen sind auch die umliegenden Kirchengemeinden.

Spenden für die Dannenberger Gemeinde: Konto 3554110004, BLZ 10090000 (Berliner Volksbank)

Märkische Oderzeitung vom 08. September 2006

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