Land rettet bedrohte "Dach-und-Fach"-Projekte

Pressemitteilung Nr. 153/04 vom 10.09.2004

Die Brandenburgische Landesregierung hat einen gemeinsamen Kraftakt vollbracht: Finanzministerin Ziegler, Kulturministerin Wanka und Umweltminister Birthler haben es möglich gemacht, dass noch in diesem Jahr zahlreiche Sanierungsvorhaben an Denkmalen im ländlichen Raum durchgeführt werden können, die durch den Wegfall der Bundesmittel für das Programm "Dach und Fach" bedroht waren.

Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka: "Nach dem plötzlichen Wegfall des gemeinsamen Bund-Land-Programms ‚Dach und Fach' standen in diesem Jahr viele Denkmale buchstäblich im Regen. Lang geplante, oft sehr dringende Sanierungsvorhaben mussten aufgeschoben werden. Ich freue mich außerordentlich, dass es uns mit gemeinsamer Anstrengung gelungen ist, noch in diesem Jahr besonders prekäre und existenzbedrohende Bauschäden an unseren Denkmalen mit Landesmitteln und Mitteln der Europäischen Union für den ländlichen Raum zu fördern. Ich bin meinen Kollegen, Frau Ministerin Ziegler und Herrn Minister Birthler, dankbar dafür, dass sie diesem gemeinsamen Vorgehen zugestimmt haben."

Finanzministerin Dagmar Ziegler: "Verzögerte Sanierungsarbeiten würden unweigerlich zu einer gravierenden Erhöhung des Schadensumfanges und somit zu vermeidbaren Mehrkosten führen, für die künftig nur schwer oder gar keine finanziellen Mittel durch das Land bereitgestellt werden könnten. Hingegen bietet der nunmehr vorgesehene Finanzierungsschlüssel unter Einbeziehung von EU-Hilfen die beste Lösung, um die dringendsten Maßnahmen realisieren zu können."

Der Bund hatte das erfolgreiche Programm "Dach und Fach" ab 2004 eingestellt. Die Förderung von Denkmalsanierungen im Rahmen des Programms war bis dahin stets in Kofinanzierung mit dem Land (jährlich 1 Mio. Euro vom Land, 1,2 Mio. Euro vom Bund) erfolgt. Hinzu kamen Eigenmittel und Mittel von Förderern und Sponsoren. Diese Vervielfachung der Mittel konnte nun auch für 2004 erreicht werden.

Gefördert werden sollen noch in diesem Jahr dringende Maßnahmen wie z.B. Gründungs- und Turmsanierungen, Dach- und Fassadensanierungen, Fachwerks- und Schwammsanierungen. Zu den dringend zu sanierenden Denkmalen gehören u.a. die Kirche St. Sebastian in Baruth, die Dorfkirche in Körba in Elbe-Elster oder die Dorfkirche in Groß Fredenwalde in der Uckermark.

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