Worin hat wieder einen Mittelpunkt

Dorfkirche Wesendahl

Worin (dos/MOZ) "Die Gemeinde hat ihren Mittelpunkt wieder", freute sich Dirk Ilgenstein, Bürgermeister der Gemeinde Vierlinden, zur offiziellen Einweihung der sanierten Woriner Kirche am Samstagnachmittag. Es sei sowohl für die kirchliche als auch für die kommunale Gemeinde ein Höhepunkt. "Denn Kirchen sind mehr als Gotteshäuser", so Ilgenstein. "Sie sind solitäre und architektonische Höhepunkte der Orte. Sie geben ihnen ihren Charakter und prägen sie." Er freue sich, dass mit der sanierten Woriner Kirche nun in allen sieben Ortsteilen von Vierlinden - Friedersdorf, Marxdorf, Neuentempel, Diedersdorf und Görlsdorf - wieder funktionstüchtige Gotteshäuser bestehen.

Die Kirchengemeinde hatte Helfer und Bauleute eingeladen. Und auch einige Woriner, die sonst nicht zu den Kirchgängern gehören, kamen. Insgesamt hielt sich das Interesse der Bürger vor Ort allerdings in Grenzen. Offensichtlich sitzen manch Vorbehalte doch noch zu tief. Pfarrer Jörg-Rainer Matthias wünschte sich, dass das kleine Wunder von Worin künftig noch mehr begeistern wird. Es ist an Konzerte, Lesungen und Ausstellungen gedacht. Er selbst sei noch immer überwältigt, wenn er jetzt die Kirche betrete. Hier sei Enormes geleistet worden, auch in den kalten Wintermonaten.

Viele Jahrzehnte wurde der Kirchbau auf der Anhöhe kaum wahrgenommen. Bäume verdeckten das alte Mischmauerwerk. Jetzt erstrahlt das Gotteshaus hell und steht als Zeichen dafür, was möglich ist, wenn Menschen es nur wollen.

Architekt Axel Seemann (Dahlwitz-Hoppegarten) ließ die Besucher der Einweihungsveranstaltung teilhaben an dem langen Weg der Sanierung. Schon 2001 hatten die Vorbereitungen begonnen. Im vergangenen Jahr hat dann das Agraministerium über das Programm für ländliche Entwicklung Mittel bewilligt. 25 Prozent brachten die Kirchengemeinde Diedersodrfm der Kirchenkreis und die Landeskirche auf. Dann lag es in der Hand der Bauleute, mit den 150 000 Euro dem einsturzgefährdeten Kirchlein wieder eine neue Zukunft zu geben. Es ist ihnen gelungen.

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