Deckenabsturz verhindert

Verein engagiert sich für Gotteshaus

HEIKE BERGT

SCHMACHTENHAGEN Wind, Wetter, Schwamm und Holzwurm, sie alle haben dem Schmachtenhagener Gotteshaus über die Jahrhunderte arg zugesetzt. Die Dorfkirche und vor allem deren Innenraum mit der Holzdecke vor weiterem Verfall zu bewahren, mit diesem Ziel hatte sich am 15. April ein sechsköpfiger Förderverein unter Vorsitz von Katharina Redemann gegründet. Heute zählt er acht Mitstreiter.

„Schnell tauchte Rudi Ratlos auf“, erinnert sich die Ex-Verwaltungsleiterin des musischen Zentrums in Berlin-Reinickendorf, die seit elf Jahren in Schmachtenhagen zu Hause ist. Die Gemeinde hat keinen eigenen Pfarrer, drei verschiedene betreuten sie mit. Gottesdienst ist in der Baracke nebenan. Absprachen waren erforderlich. Absicht des Fördervereins ist es, das sanierte Kirchenschiff für sakrale wie kulturelle Zwecke nutzbar zu machen, denn ein Raum für Konzerte und Expositionen fehle im Ort. Die Kirchendecke, die abzustürzen drohte, ist inzwischen fast fertig saniert. Lange sei dafür gespart worden. Nicht nur Geld vom Gemeindekonto ist dafür ausgegeben worden, auch die Erlöse eines Benefizkonzertes am 21. August und die, die ein Stand des Vereins beim Dorffest eingebracht hatte.

Der erste Schritt ist getan. „Der nächste ist der Einbau einer Heizung. Kein Gottesdienst im Winter ohne dass alle Eiszapfen an der Nase haben“, kennt Katharina Redemann die Lage all zu gut. Erst danach sei daran zu denken, auch die Orgel zu reparieren, die wegen der Kälte immer arg verstimmt ist. So schnell könne das allerdings nicht in Angriff genommen werden, bleibt sie Realist. Erst heiße es wieder sparen. „Ein Fernziel, aber wir sind frohen Mutes, dass es klappt.

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