BEVERINGER LADEN ZUR FEIERLICHEN BEKRÖNUNG DER HAUBE EIN

Kirchturmspitze fast fertig

BEATE KOPF

 Kirche Beveringen

BEVERINGEN Der erste Bauabschnitt am Turm der Kirche in Beveringen geht seinem Ende entgegen. Schon jetzt weist der neue Turmhelm in dem Pritzwalker Ortsteil weithin sichtbar in den Himmel: Das Gerüst im oberen Bereich wurde bereits entfernt.

Die evangelische Kirchengemeinde Beveringen will deshalb am Samstag, 4. Oktober, zur feierlichen Bekrönung der Kirchturmspitze einladen. Um 14 Uhr soll ein Festgottesdienst beginnen, so Uwe Dummer, Mitglied im Gemeindekirchenrat und in der Arbeitsgemeinschaft "Wehrkirche Beveringen". Später sorgen der Bläserchor Falkenhagen für Musik und die Frauen aus Beveringen für eine reich gedeckte Kaffeetafel. "Die Frauen wollen fleißig backen", so Dummer.

Schäden waren unerwartet groß

Mit dem ersten Bauabschnitt am Turm konnten laut Dummer nicht nur die Turmhaube und das Dach, sondern auch ein Teil der maroden Fassade erneuert werden. Da die Schäden in diesem Bereich aber unerwartet groß waren, sind die finanziellen Mittel vorerst aufgebraucht. 160 000 Euro waren veranschlagt, zum Teil gab es Fördermittel.

Um weitere, dringend nötige Sanierungsarbeiten an der Kirche in Angriff nehmen zu können, hat die Kirchengemeinde in der vergangenen Woche im Dorf eine Spendensammlung veranstaltet. "Wir waren sehr zufrieden", so der Beveringer rückblickend. Die "beachtliche Summe" sei ein Anfang für den zweiten Bauabschnitt. Allerdings reiche das Geld bei weitem nicht aus. Die Kirchengemeinde möchte interessierte Bürger deshalb zu weiteren Spenden auf das Konto Nummer 14 11 00 05 24 bei der Sparkasse Prignitz, Bankleitzahl 160 501 01, ermutigen.

Die Turmsanierung in der Wehrkirche Beveringen war nötig geworden, weil die Haube in westliche Richtung abgesackt war. Zunächst mussten Unmengen von Taubenkot unter der Turmhaube entfernt werden. Im Heißluftverfahren wurden dann die Taubenzecken und Milben abgetötet , bevor in die Tragekonstruktion unter dem Dach neue Balken eingepasst werden konnten - jedes Stück eine Maßanfertigung. Einige der alten Eichenbalken waren noch gut erhalten .

Stück für Stück ausgebessert

Mitarbeiter der Firma Denkmalspflege Prenzlau, die den Zuschlag für die Zimmerer- und Maurerarbeiten bekommen hatten, begannen dann im Juli mit den Arbeiten an der Turmhaube. Erst als das Gerüst stand und die Arbeiter direkt an die Fassade heran kamen, stellten sie fest, dass das Mauerwerk im oberen Bereich des Turmes stark beschädigt war. Die Fugen konnten in Abstimmung mit dem Denkmalschutz Stück für Stück von oben nach unten ausgebessert werden - soweit das Geld reichte. Für den nächsten Bauschritt muss das teure Gerüst dann aber nicht wieder bis ganz nach oben gezogen werden.

Inzwischen hat die Turmhaube eine neue Schieferdeckung bekommen. Der Turm ist übrigens um einiges älter als das Kirchenschiff: Er stammt aus dem 12. Jahrhundert, während die Kirche im Jahre 1655 ganz neu aufgebaut wurde.

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