Erst einmal Spendenpause

Das Schiff der Nassenheider Kirche wird wohl nicht vor 2009 saniert

SONJA HAASE

NASSENHEIDE Schon die Sanierung des Nassenheider Kirchturms war ein Kraftakt: 55 000 Euro brachte die Kirchengemeinde zusammen, 12 000 Euro spendeten die Bürger. Kommune, Landeskirche, Kirchenkreis und die Union Evangelischer Kirchen stockten den Betrag auf die notwendigen 170 000 Euro auf . Auch wenn sich das graue unsanierte Kirchenschiff nun deutlich von dem Turm in Altrosa absetzt: Vorerst ist Pause.

"Die Nassenheider waren sehr spendenbereit", sagt Pfarrer Peter Krause. "Das können wir nicht jedes Jahr erwarten." Nun werde man erst einmal Kräfte sammeln. Vor 2009 rechnet Krause nicht mit weiteren Baumaßnahmen.

Für diese wären noch einmal 150 000 bis 180 000 Euro notwendig, sagt Architekt Siegfried Ismer. Zunächst müsste der Schwamm im Dachstuhl entfernt werden. "Der Schaden muss unbedingt behoben werden, aber nicht Hals über Kopf", so Ismer. Außerdem bräuchte die Kirche eine neue Dacheindeckung, die Innendecke müsste saniert, der Putz außen überarbeitet und die Fenster erneuert werden. Wenn es nach dem Architekten ginge, bekäme das Gotteshaus die ursprünglichen Bleiglasfenster. Doch das hält Pfarrer Krause für unrealistisch. Die Reste der alten Verglasung würde er aber gerne zu einem Fenster zusammenfügen.

Wenn es erst losgeht, dürften die Abstimmungen mit dem Denkmalschutz dieses Mal schnell gehen, so Ismer, da die meisten Materialien bereits für den Turm genehmigt wurden. Die gesamte Sanierung wäre dann in einem Sommer zu schaffen.

Märkische Allgemeine vom 06. Januar 2007

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