Nicht mit leeren Händen

Johanna Wanka übergibt Förderbescheid / 70 000 Euro für Riesdorf

THOMAS WACHS

RIESDORF "So viel Prominenz, so große Leute - Kleinriesdorf freut sich", sagte Martin Semrok und hatte die Lacher gleich für sich. Dabei war der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates gestern doch ganz schön aufgeregt, bevor die Prominenz an der eingerüsteten Kirche des Ortsteils der Gemeinde Niederer Fläming vorgefahren kam, sich unters Volk mischte, von etwa 50 Riesdorfern und den Zimmerern, die ihre Arbeit kurz unterbrachen, begrüßt wurde. Der besonders herzliche Gruß galt Johanna Wanka. Immerhin hatte sich herumgesprochen, dass Brandenburgs Kulturministerin nicht mit leeren Händen kommen würde.

Und so war es auch. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Joachim Boelke, den Worten von Superintendent Matthias Fichtmüller, Bürgermeister Ernst Werner und Oberkonsistorialrat Gerhard Zeitz übergab die Ministerin den Fördermittelbescheid für die weitere Sanierung der Riesdorfer Kirche 70 000 Euro gemäß des Staats-Kirchen-Vertrages. "Damit kommen wir bis zum Ende des zweiten Bauabschnitts", war in der Runde der dankbaren Riesdorfer zu hören. 150 000 Euro wird die Sanierung der Außenhülle der Kirche nebst Dach kosten. Zu den 70 000 Euro vom Land kommen noch 30 000 Euro von der Landeskirche Berlin, 15 000 Euro vom Kirchenkreis Niederer Fläming und 25 000 Euro an Eigenmitteln der Kirchengemeinde.

Seit Jahren ist die Kirchengemeinde um den Erhalt ihres im 12. Jahrhundert erbauten Feldstein-Gotteshauses bemüht. Vor allem im vorigen Jahrhundert war es völlig heruntergekommen. Lange Zeit und ohne große Unterstützung mühten sich die Riesdorfer sozusagen mit bloßen Händen.

Seit dem vorigen Jahr werden aber Nägel mit Köpfen und vor allem mit gezielter finanzieller Förderung - unter anderem auch durch die Sparkassenstiftung - gemacht. Die im November 2006 begonnene Sanierung des Turms steht vor der Vollendung. Jetzt geht es an den zweiten Bauabschnitt, die Sanierung der Außenhülle und des Dachs.

"Es ist uns schon vieles gelungen", sagte lachend Martin Semrok. Und mit dem Fördermittelbescheid in der ausgestreckten Hand ergänzte er: "Und ich sehe, es gelingt uns weiter."

Märkische Allgemeine vom 10. März 2007

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