Fit fürs Jahrtausend

Freude über den Fortgang der Kirchensanierung

UWE KLEMENS

RIESDORF "Möge uns kein Feuer, kein Sturm die Freude verderben und uns unsere Kirche lange erhalten!" Feierliche Worte wie diese waren am gestrigen Nachmittag auf dem Riesdorfer Gottesacker gleich mehrfach zu hören. Gut 30 Zuschauer waren gekommen, um bei der Rückkehr der sanierten Kirchturmspitze auf ihren angestammten Platz dabei zu sein. Mit Hilfe des angeforderten Autodrehkrans schwebte die fast eine Tonne wiegende Spitze mit scheinbarer Leichtigkeit in die korrekte Position. Eine gute halbe Stunde waren die Bauleute am Werke, dann saß die Spitze fest in den hölzernen Zapfen.

Der Jüterboger Ferdinand Lütke war extra mit seiner goldenen Trompete angereist, um dem Akt auf musikalische Weise Würde zu verleihen. "Großer Gott, wir loben dich", "Du meine Seel singe" und "Nun danket alle Gott" blies er in den regnerischen Himmel. Die Zuschauer, zu denen auch Bürgermeister Ernst Werner gehörte, bedankten sich bei ihm mit Applaus. Dann endlich durfte Kirchenältester Martin Semrok die schon erwähnten Worte sprechen.

Auch Pfarrer Wolfgang Scholz, in dessen Regie die Sanierungsarbeiten begannen, und der seit diesem Jahr für Riesdorf zuständige Pfarrer Joachim Boekels würdigten in ihren Ansprachen das Engagement der Riesdorfer für den Erhalt ihrer Kirche. Dass viele Generationen Gemeindemitglieder davon profitieren werden, zeigte sich Scholz zuversichtlich. "Riesdorfs Kirche ist nun fit fürs neue Jahrtausend", so Boekels.

Bis zum Herbst sollen auch die Verschalung des Holzturmes sowie die Sanierung der Außenhaut des Kirchenschiffes abgeschlossen sein. Mit einem großen Fest wollen die Riesdorfer dann ihr Gotteshaus in Besitz nehmen.

Märkische Allgemeine vom 11. Mai 2007

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