BAU: Die Glocken könnten lauter klingen

Sanierungsarbeiten an der Bredereicher Kirche verliefen reibungslos

BREDEREICHE - Bevor Pfarrer Christian Albroscheit gestern Vormittag in das Gemeindehaus einlud, nahm er gemeinsam mit Uwe Simon, Superintendent des Kirchenkreises, Mitgliedern des Gemeindekirchenrates Bredereiche, dem Dachdeckermeister Uwe Melzer sowie Karl-Otto Winkler und Jan Schaper von der gleichnamigen Bürogemeinschaft aus Himmelpfort das Dach und den Turm des Gotteshauses noch einmal ganz genau in Augenschein. Der Pfarrer lobte in der anschließenden Gesprächsrunde nicht nur die Qualität und den reibungslosen Bauablauf, sondern wollte deutlich unterstreichen, dass bei der "vertragsrechtlichen Abnahme" so der offizielle Titel, keine Mängel festgestellt werden konnten.

Somit ist ein weiterer Bauabschnitt bei der Sanierung der Bredereicher Kirche beendet. Dieser hatte die Sicherungs- und Sanierungsarbeiten am Dach und Turm zum Ziel. Schaper gewährte einen kleinen Einblick in die im Verlauf der Bauarbeiten entstandenen Fotos, diese gehören zum Abschlussbericht der Bürogemeinschaft.

So erinnerte er unter anderem daran, dass die Kirche am 23. Juli eingerüstet worden war. Am 11. August wurden Wetterfahne und Turmkugel demontiert. Im Beisein vieler Bredereicher kam am 1. September beides in neuem Glanz die Kugel frisch vergoldet wieder auf die Turmspitze.

Gefördert wurde die Maßnahme durch das Land Brandenburg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur). Die notwendigen Eigenmittel erbrachte die Kirchengemeinde Bredereiche, der Kirchenkreis Templin-Gransee und das Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz.

Kritisch angesprochen wurde in der gestrigen Runde erneut, dass sich die Bredereicher den bisher gewohnten lauteren Klang ihrer Kirchenglocken zurückwünschen. Für Superintendent Simon ist es eine erfreuliche Tendenz, dass die Menschen in Bredereiche an ihrem gewohnten Glockenschlag hängen.

In anderen Gemeinden dagegen müssten nachtsüber die Uhren abgeschaltet werden. Pfarrer Albroscheit sprach mit der dringend sanierungsbedürftigen Orgel ein bekanntes Problem an. Winkler hatte eine gute Botschaft parat: Der Fördermittelantrag für den dritten Bauabschnitt ist gestellt worden. (hv)

Märkische Allgemeine vom 18. Oktober 2008

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