KIRCHE: Ein letztes schweres Drittel

Sanierung des Neustädter Gotteshauses kostet noch einmal etwa 300 000 Euro

NEUSTADT - Während des Dankgottesdienstes am vergangenen Freitag nahm auch Edmund Bublitz das Mikrofon zur Hand. An ihm war es, die Vorhaben des letzten Bauabschnitts, der im kommenden März beginnen soll, zu umreißen. Ausführlich hatte das der Vorsitzende des Fördervereins Kreuzkirche Neustadt bereits in der jüngsten Ausgabe des Gemeindebriefes der Kirchengemeinden Köritz, Neustadt und Kampehl "Die Einladung" getan. Mit freundlicher Genehmigung der Herausgeber kann MAZ heute auf die wichtigsten Passagen eingehen.

Von außen hat es den Anschein, als sei das Gotteshaus schon tipptopp. Doch der Eindruck täuscht. Bei rund einem Drittel des Dachstuhls muss das Holz ausgetauscht werden. An der Innenkuppel sind die restlichen etwa 40 Prozent der Verstrebungen und Stützen zu erneuern bzw. zu ersetzen, weil der Schwammbefall doch größer ist, als zunächst angenommen. Wenn das erledigt ist, soll der gesamte Dachstuhl eine Sonderbehandlung gegen Schwamm erhalten, um künftig zu verhindern, dass Holzteile faulen. Danach und jetzt reden wir vom eigentlichen dritten Bauabschnitt braucht es ein komplett neues Schieferdach, inklusive Sicherung der Kehlen mit Kupferblechen. Zwar wurde die Dachhaut in den 60-er Jahren neu gedeckt, doch nicht von einem Gerüst aus, sondern nach dem Bergsteigerprinzip. Das geschah laienhaft. "Dabei ist vieles falsch gemacht worden", schreibt der frühere Neustädter Amtsdirektor im Gemeindebrief. Damit nun alles fachmännisch erfolgt, soll für etwa ein halbes Jahr noch einmal ein Gerüst am Kirchengebäude stehen. Es dürfte bis obenhin zum Turm reichen, denn es stehen auch noch Arbeiten am Glockenturm aus. "Im Moment schwingt unser Kirchturm beim Glockenläuten. Das muss unbedingt abgestellt werden", so Edmund Bublitz. Haben die ersten beiden Bauabschnitte insgesamt 200 000 Euro gekostet (die in der MAZ vom Sonnabend zunächst genannte Zahl wurde gestern von Pfarrer Wolf Fröhling präzisiert), so werden noch einmal 300 000 Euro vonnöten sein. Die Kirchengemeinde und das kirchliche Bauamt Berlin müssen ein Viertel der Kosten als Eigenleistung aufbringen. (Von Wolfgang Hörmann)

Märkische Allgemeine vom 04. November 2008

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