BAUEN: Mehr Licht für Sankt Marien

Sanierung der Belziger Kirche begonnen

BELZIG - Undichte Scheiben, marode Fassungen und Wasserflecken an den Mauern der auf den zweiten Blick baufällige Eindruck der Belziger Marienkirche gehört bald der Vergangenheit an. Handwerker haben jetzt mit der Sanierung des Gotteshauses begonnen. "Wir wollten wegen der Fördermittel unbedingt noch in diesem Jahr anfangen", erklärt Pfarrer Klaus-Gerhard Reichenheim. Das kalte Wetter störe dabei kaum.

Die Erneuerung der hohen Kirchenfenster steht ganz oben auf dem Sanierungsplan. "Sie werden ausgebaut und komplett überarbeitet", erklärt Reichenheim. Die Bauleute ersetzen die Bleiglaskonstruktionen für die Dauer der Reparatur durch Holzverkleidungen. Am Heiligen Abend werde es in der Kirche deshalb an einigen Stellen dunkel sein, so der Geistliche. "Jeder kann dann sehen, dass es mit den Arbeiten vorangeht." Die Überarbeitung der Fenster solle jedoch schrittweise erfolgen.

Die Gemeinde hat laut Reichenheim eine Firma aus Berlin mit der Fenstersanierung beauftragt. Aus dem Fläming habe sich kein Unternehmen auf die Ausschreibung gemeldet. "Leider", bedauert der Pfarrer. Er hofft, dass nach dem Einbau der neuen Fenster auch die Energiekosten sinken werden. "Der Wärmeverlust durch die Undichtheiten ist enorm", erklärt er.

Nach der Fensterreparatur steht die Sanierung der Außenwände an. "Sie sind porös und von Feuchtigkeit geschädigt", so Klaus-Gerhard Reichenheim. Bis 2011 sollen die Außenarbeiten abgeschlossen sein. "Dann geht es an den Innenraum", kündigt Reichenheim an. Vorher bringen die Bauleute jedoch die Fenstergitter zum Schutz der Verglasung an. Die jetzigen sind kaputt und werden dann durch neue ersetzt.

Rund 442 000 Euro fließen in den kommenden drei Jahren in die teilweise Sanierung der Marienkirche. 60 Prozent davon bezahlt die Kirche. Die Restsumme wird von der Stadt Belzig, sowie mit Bundes- und Landesmitteln bezahlt. "Alleine könnten wir die Sanierung nicht finanzieren", sagt der Pfarrer. (Von Hermann M. Schröder)

Märkische Allgemeine vom 12. Dezember 2008

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