Bald wieder Orgelklang in der Kirche von Fürstlich Drehna

Fürstlich Drehna In der Kirche von Fürstlich Drehna wird bald wieder eine Orgel erklingen. "Unser Antrag auf Förderung aus Lottomitteln für den Umzug und Einbau der Orgel ist befürwortet", erklärt Pfarrerin Reinhild Magirius.

Pfarrerin Reinhild Magirius und Kirchenältester Horst Reiche 
Pfarrerin Reinhild Magirius und Kirchenältester Horst Reiche haben das Spendenbarometer in der Fürstlich Drehnaer Kirche in ihre Mitte genommen. Es zeigt seit Beginn der Aktion genau an, wie sich die Finanzierung des Vorhabens entwickelt hat.
Foto: Birgit Keilbach

Die Kirchengemeinde erhalte 5000 Euro aus dem Lotto-Topf. Damit stünden insgesamt 23 500 Euro für die Finanzierung des Vorhabens zur Verfügung. Die feierliche Einweihung soll am 13. September um 14 Uhr mit einem Gottesdienst erfolgen.

Das Datum ist von der Firma Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt in Bad Liebenwerda sicher nicht zufällig gewählt worden. Es ist der "Tag des offenen Denkmals" in diesem Jahr. "Die Einweihung der Orgel wird der Höhepunkt an diesem Tag sein", sagt Ardo Brückner, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins. Die Umsetzung der Orgel aus der Klosterkirche in Dahme und deren Einbau ins Fürstlich Drehnaer Gotteshaus werde zu diesem Anlass vom Verein anschaulich aufbereitet, ergänzt er.

Ein Spendenbarometer in der Kirche gibt über die Entwicklung der Finanzierung Auskunft. 18 500 Euro stehen zurzeit als Summe an der Spitze. "Insgesamt kostet die Umsetzung der Orgel einschließlich der klanglichen Anpassung 24 000 Euro", sagt Pfarrerin Reinhild Magirius. Mit den Lottomitteln sei die Summe fast erreicht.

Nicht nur Mitglieder der Kirchengemeinde hätten seit 2007 kontinuierlich gespendet, auch viele Nichtchristen aus Fürstlich Drehna und Umgebung beteiligten sich an der Finanzierung des Vorhabens. Es sei ein großes Gemeinschaftsprojekt der heutigen und ehemaligen Einwohner des Dorfes, sagt Horst Reiche, einer der Kirchenältesten.

Ein großer Teil der Summe sei durch private Spenden, Erlöse von Benefizkonzerten, Spenden von Hochzeitsgesellschaften sowie durch die Kollekten während der Gottesdienste zusammengekommen. 2000 Euro habe der Kirchenkreis Finsterwalde und 6000 Euro die Union Evangelischer Kirchen beigesteuert. Zu seinem 90. Geburtstag am 2. März habe zudem Dietrich-Heinrich Wätjen, ein Nachfahre aus der Familie des ehemaligen Standesherrn von Fürstlich Drehna, seine Gäste um Spenden für die Orgel gebeten, ergänzt die Pfarrerin.

Pfarrer Heinsch aus Göllnitz habe während der Vakanzzeit der Pfarrstelle alles für den Orgelumzug in die Wege geleitet und die Verträge im Jahr 2006 geschlossen, blickt sie zurück. Die Orgel befinde sich derzeit noch in Dahme. Der Termin für den Umzug stehe noch nicht fest. Zwei Tage würden der Abbau und der Transport der Teile nach Auskunft der Orgelbaufirma dauern, informiert Reinhild Magirius. Danach erfolge der Aufbau und die klangliche Anpassung in Fürstlich Drehna.

Birgit Keilbach

Lausitzer Rundschau vom 07. März 2009

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