JOHANNISKIRCHE: Pfarrer Riemer wagt keine weiteren Prognosen

Das Ende der Innensanierung ist derzeit nicht absehbar

LUCKENWALDE - Nein, eine Prognose zur Fertigstellung der Johanniskirche wagt Pfarrer Detlev Riemer nicht mehr. Er informierte am Dienstagabend bei einer öffentlichen Führung durch die Kirche über den aktuellen Stand der Bauarbeiten. "Ostern ist vorbei, Pfingsten wird es sicher nichts. Ich habe mich terminlich schon ein paarmal verkalkuliert. Wir müssen abwarten", sagte er. Am Ende der Sanierung soll schließlich alles in Ordnung sein, darin waren sich die Besucher, die das Angebot der evangelischen Kirchengemeinde zur Besichtigung der St. Johanniskirche am Dienstagabend angenommen hatten, einig.

Das Gotteshaus am Luckenwalder Markt soll so originalgetreu wie möglich erneuert werden. Jeder Schritt wird mit der Denkmalschutzbehörde abgesprochen. So wurden Wände und Mauerwerk sorgfältig Stück für Stück abgeklopft. "Es wurde buchstäblich um jeden Stein und jede Fuge gestritten", erzählte Pfarrer Riemer. Er freut sich insbesondere über die Lüftungsklappen an den Fenstern. "Die Feuchtigkeit im Innern war ein Problem", erklärte er.

Ein weiteres Problem sind die Lampen. "Wir sind noch auf der Suche, es soll ja nicht zu teuer werden", sagte er. Die vorhandene Bankheizung bleibt erhalten, die Bänke, die bislang schlichtes Grau trugen, sollen neu gestrichen werden. Schlimmer als gedacht entpuppte sich auch der Zustand des Gewölbes im Chorraum. Tragende Bauteile sind beschädigt. "Wie sich jetzt herausstellte, war das ein richtig gefährdeter Arbeitsplatz", so Riemer. Die Arbeiten in diesem Bereich ruhen. "Wir warten auf die Fördermittelbescheide", erklärte der Pfarrer. Draußen an der Fassade wird seit Beginn des frühlingshaften Wetters wieder gewerkelt. "Es war eine interessante Führung. An so viel Mehraufwand hätte wohl keiner gedacht", so die Luckenwalderin Eva Scheer. (Von Uta Franke)

Märkische Allgemeine vom 16. April 2009

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