Kugel und Wetterhahn wieder auf dem Kirchturm in Jetsch

Jetsch Der Jetscher Kirchturm hat seine Kugel mit Wetterhahn und Stern zurück. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten sind sie wieder aufgesetzt worden.

 
Norman Thinius und Detlef Fuchs (verdeckt) setzen nach Abschluss der Reparaturarbeiten die Kugel wieder auf die Jetscher Kirchturmspitze.
Foto: Birgit Keilbach

Eine dritte Hülse mit aktuellen Dokumenten hatten Vertreter der Kirchengemeinde zuvor gefüllt. Darunter befanden sich nach Auskunft der Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, Astrid Werner, die aktuelle Kirchenzeitung, schriftliche Aufzeichnungen sowie Fotos des Geschehens in Kirche und Dorf seit dem Jahr 2007.

Ein Blitz war am 2. Juli in den Kirchturm eingeschlagen und hatte die Holzkonstruktion der Turmspitze in Brand gesetzt (die RUNDSCHAU berichtete). Ebenso mussten Teile der hölzernen Turmverkleidung und die Elektroanlage erneuert werden.

Die Reparaturkosten werden von der Versicherung bezahlt und sich vermutlich auf rund 60 000 Euro belaufen, erklärt Pfarrer Martin Nikolitsch aus Golßen, zu dessen Pfarrbezirk Jetsch gehört.

Eine Blitzschutzanlage ist an der Kirche montiert worden. "Sie ist so aufgebracht worden, dass sie die Ansicht der Kirche möglichst wenig beeinträchtigt", sagt der Pfarrer. Bei der Finanzierung habe der Förderkreis "Alte Kirchen Berlin-Brandenburg" die Kirchengemeinde mit mehr als der Hälfte der Gesamtsumme unterstützt, ergänzt er. Die Anlage soll künftig zumindest Schäden eines solchen Ausmaßes vermeiden. Vor jeglichen Folgen eines Blitzeinschlags werde sie vermutlich nicht schützen können, fügt Pfarrer Nikolitsch an und verwies nach Zützen. Dort hatte in diesem Sommer gleichfalls der Blitz in die Kirche eingeschlagen und aufgrund der Überspannung die Elektrik der Glockenanlage komplett zerstört. Seit Ende Oktober läuten die Glocken in Zützen wieder. Denn auch dieser Schaden sei schnell repariert worden, so der Pfarrer. Klb

Lausitzer Rundschau vom 11. Dezember 2009

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