"Die Tür macht auf" und hereinspaziert in die Kirche

Uebigau Kein passenderes Lied als "Die Tor macht hoch, die Tür macht auf" hätten die Musiker des Uebigauer Posaunenchores am Dienstagnachmittag anstimmen können. War der evangelischen Kirche doch wegen der laufenden Bauarbeiten in diesem Jahr sozusagen eine Zwangspause verordnet worden.

 
Die Uebigauer haben am Dienstagnachmittag den Abschluss der Bauarbeiten an der Kirche gefeiert.
Fotos: sk

"Wir konnten sie nicht nutzen", bedauerte Pfarrer Ingolf Walther. Zugleich freute er sich um so mehr, dass die Bauarbeiten am Kirchenschiff so einen guten Abschluss gefunden haben und sogar noch mit dem Herrichten der Außenanlagen weitaus mehr geschafft wurde, als es sich die Kirchenverantwortlichen zu hoffen wagten.

Am Dienstagnachmittag öffnete der Gemeindekirchenratsvorsitzende Ralf Hellriegel nun zum ersten Mal offiziell wieder die Kirchentür und lud die reichlich versammelten Gäste zu einer kleinen Feier im Advent ein. Zu der gehörte natürlich Musik, dargeboten vom bereits erwähnten Posaunenchor, der Kantorei und der Kinderkantorei. Auch das Orgelspiel durfte natürlich nicht fehlen und wer genau hinhörte, erfuhr es mit eigenen Ohren, wie sehr sich der Pfarrer über diese "Wiederinbetriebnahme" seines Gotteshauses freute. "Ich danke allen, die mitgeholfen haben, dass die Kirche wieder so ein würdiges Aussehen erhalten hat. Sie lacht uns jetzt förmlich an. Ich danke aber auch allen, die sich über die Jahre bemüht haben, die Kirche zu hegen und zu pflegen", sagte er.

Was nach der Sanierung besonders ins Auge sticht, ist die neue Form des Kirchenschiffgiebels. Sie ist dem eigentlichen Original nachempfunden. Dieses und viele andere Details konnten die Besucher bei anschließenden Rundgängen erkunden. sk

Lausitzer Rundschau vom 24. Dezember 2009

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