Kein Bibbern mehr im Gotteshaus

 

Hohenfinow (vp) Vom Dach über die Turmuhr und die Orgel bis zur Sitzheizung - mit dem Gotteshaus Hohenfinow ist es gelungen, in den vergangenen neun Jahren eine Kirche komplett zu sanieren. Dank einer sogenannten Mischfinanzierung und vieler Unterstützer. Kirchengemeinde und "weltliche Gemeinde", also Kommune, sowie die örtliche Kulturgemeinschaft arbeiteten eng zusammen.

Mit der Erweiterung der Sitzheizung um 27 auf nunmehr 37 Plätze sowie der Ergänzung der historischen Innen- und Außenbeleuchtung konnte zum Jahresende 2009 die Restaurierung des Gotteshauses abgeschlossen werden. So dass der Weihnachtsgottesdienst am 24. Dezember, der gut besucht war, im doppelten Sinne ein Festgottesdienst war.

In neun Jahren Kirche komplett

Möglich geworden war die Komplettierung durch eine "außerplanmäßige" Spende des Landkreises, wie Gemeindevertreter Dr. Thomas Krüger informiert. 2500 Euro habe man erhalten. Während des Weihnachtsgottesdienstes 2008, den Bodo Ihrke besucht hatte, habe der Landrat eine "prinzipielle Bereitschaft zur Unterstützung" in Sachen Heizung signalisiert. Mit der Zuwendung Ende 2009 habe Ihrke gewissermaßen sein Versprechen eingelöst.

Höhepunkt des vergangenen Jahres war - zumindest unter klanglichen Aspekten - die Einweihung der restaurierten Remler-Orgel im Mai. Darüber hinaus hatte die Kirchengemeinde unter anderem zum Erntedankfest eingeladen. Für dieses Jahr sind ein Orgelkonzert im Sommer sowie ein Cembalokonzert im September geplant, blickt Dr. Krüger, schon mal voraus.

2001 hatte die Kirchengemeinde in Hohenfinow mit der Sanierung der Kirche begonnen. Erste Etappe war die Schwammbeseitigung. Es folgte 2002 über das Förderprogramm "Dach und Fach" die Erneuerung von Dach und Fassade. Nach der Restaurierung des Innenraumes, einschließlich der historischen Malerei, feierte Hohenfinow im Mai 2004 die Wiedereröffnung des Gotteshauses.

Märkische Oderzeitung vom 09. Januar 2010

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