SANIERUNG: Schiefer kommt aus Spanien

Arbeiten an der Neustädter Kreuzkirche gehen weiter / Übergabe am 2. Mai

NEUSTADT - Nach der Winterruhe geht jetzt der letzte und umfangreichste Bauabschnitt bei der Sanierung der Neustädter Kreuzkirche weiter. Seit dieser Woche wird wieder am Dach gearbeitet.

Bis Anfang Dezember konnten noch etliche der alten Schieferplatten abgenommen werden. Die Baufirmen mussten die Arbeiten aber wegen des Wintereinbruchs stoppen. Das Dach wurde gesichert, damit es nicht durchregnet oder reinschneit, und die Rüstung an der Kirche wurde winterfest gemacht.

"Seit Montag werden nun die restlichen alten Schieferplatten abgenommen", so Edmund Bublitz, Vorsitzender des Fördervereins Kreuzkirche Neustadt. Teilweise müsse darunter die Holzschalung erneuert werden. Regen habe sie beschädigt und faulen lassen. Wenn die Schalung abgeschlossen ist, kommt Dachpappe als Untergrund für den Schiefer auf das Holzgerüst.

Das könne laut Bublitz in etwa zehn Tagen soweit sein. Bis Ende April sollen dann die neuen Schieferplatten verlegt sein, denn schon am 2. Mai ist ein Dankgottesdienst in der Kirche geplant, bei dem das Dach offiziell übergeben werden soll. Der alte Schiefer konnte für die neue Eindeckung nicht mehr verwendet werden. Der Grund: Die Platten sind sehr klein und haben schon Löcher. Edmund Bublitz hofft jetzt, dass das Wetter in den nächsten Wochen mitspielt, denn Schiefer kann bei Minusgraden nicht verarbeitet werden. Er ist dann zu spröde und würde brechen, wenn man versucht, einen Nagel einzuschlagen.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wurden insgesamt 750 Quadratmeter Dach neu eingedeckt. Der Schiefer dafür kam aus Spanien. Noch im vergangenen Jahr erledigt, weil nicht so wetterabhängig, wurden die Arbeiten am Geläut des Gotteshauses. Der Glockenstuhl wurde angehoben und "klingt jetzt anders und viel besser", freut sich Edmund Bublitz.

Die Kirchensanierung ist mit diesem Bauabschnitt abgeschlossen. "Jetzt haben wir Sicherheit für die nächsten 80 bis 100 Jahre", so Bublitz. (Von Sandra Bels)

Märkische Allgemeine vom 04. März 2010

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