Bald rumort es im Gebälk

Töplitzer Kirchengemeinde kann Eigenanteil zur Sanierung ihres Gotteshauses stemmen

TÖPLITZ - Die Töplitzer Kirchengemeinde kann für die Sanierung ihres Gotteshauses die nötigen 110 000Euro Eigenanteil aufbringen. Dies bestätigte Pfarrer Hans-Jürgen Viebeg der MAZ. Im Haushalt der Stadt Werder der noch bestätigt werden muss sind dafür 30 000Euro eingeplant, die Landeskirche steuert den gleichen Betrag bei. Dazu kommen noch Rücklagen und ein Kredit des Kirchenkreises.

Im Kirchturm muss das Gebälk erneuert werden, genauso wie die mit Putz überzogenen Fachwerkbalken. Auch die Fenster des Gotteshauses müssen gewechselt werden. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf etwa 310 000Euro. Die Töplitzer hoffen auf eine Förderung durch die Richtlinie "Integrierte Ländliche Entwicklung", kurz ILE. "Wir haben die Anträge gestellt und sollen noch im April Bescheid bekommen, ob wir die 200 000Euro erhalten", so Pfarrer Viebeg. Aktuell musste er Nutzungsverträge mit der Galerie Havelland-Art, der Schule und der Stadt nachreichen. Diese nutzen die Kirche für Konzerte und andere Veranstaltungen, was bisher mit mündlicher Absprache funktionierte.

Da es an der denkmalgeschützten Kirche keine äußerlichen Veränderungen geben wird, hat auch die Zuständige Behörde keine Einwände gegen die Arbeiten. "Falls wir die ILE-Förderung nicht bekommen sollten, ist das noch nicht das Aus der Sanierung." Laut Hans-Jürgen Viebeg gibt es noch andere Fördermöglichkeiten, für die sich die Töplitzer bewerben könnten.

"Von der Sanierung bekommen die Töplitzer wenig mit, es wird später kaum ein Unterschied zu sehen sein", sagt Pfarrer Viebeg. Zwar wurde die Kirche vor 20 Jahren schon einmal renoviert, damals wurden aber nur äußerliche Arbeiten vorgenommen.

Einen Zeitplan für die Sanierung gibt es noch nicht, zunächst muss die Zusage für die Fördermittel kommen. Erst dann können Bauunternehmen beauftragt werden. Verschiedene Töplitzer Firmen haben bereits ihre Unterstützung zugesichert. Der Pfarrer sowie der Töplitzer Ortsvorsteher Frank Ringel hoffen, dass bereits im kommenden Jahr zum 700. Jubiläum des Ortes die Arbeiten im Gange sind. (Von Enrico Bellin)

Märkische Allgemeine vom 22. März 2012

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