Das Warten auf Fördermittel für die Ahlsdorfer Kirche

AHLSDORF Wer nur von außen schaut, dem bleibt das Ausmaß der Sanierungsbedürftigkeit der Ahlsdorfer Kirche verborgen. Erst ein Blick nach innen offenbart, dass dringend gehandelt werden muss.

 
Die Kirche in Ahlsdorf muss dringend saniert werden. Im Inneren fällt der Putz von der Decke.
Foto: sk

Bereits im vergangenen Herbst hat sich an zwei Stellen Putz von der Decke gelöst und ist zu Boden gestürzt. Seitdem sind die Kirchenverantwortlichen am Rudern. Vordringliches Ziel ist eine Notsanierung, langfristiges Ziel die großflächige Erneuerung des in die Jahre gekommenen Gotteshauses.

"Inzwischen sind alle Fördermittelanträge, die aus heutiger Sicht hoffnungsvoll erscheinen, gestellt", sagt Pfarrer Volkmar Homa. Das große Warten hat begonnen, denn die errechneten Summen (die Notsicherung wird mit 130 000 Euro veranschlagt, die Gesamtsanierung mit 637 000 Euro) lassen erkennen, dass die Kirchengemeinde ohne Zuschüsse kaum vorankommen wird.

Der Gemeindekirchenrat des Kirchspiels Schönewalde hat bereits im Oktober des vergangenen Jahres den Finanzierungsplan beschlossen und beim Kirchenkreis zur Genehmigung beantragt. Er hofft, dass er unter anderem auch Mittel aus dem Ausgleichsfonds der Landeskirche erhält. Eine diesbezügliche Entscheidung wird noch in diesem Monat erwartet. Die Kirchengemeinde Ahlsdorf als Eigentümer des Gotteshauses hat im ersten Schritt für die Notsicherung 4500 Euro beizusteuern.

Damit sich das Kirchenkonto füllt, bleibt der Förderkreis "Barockkirche Ahlsdorf" nicht untätig. Erst jüngst veranstaltete er einen Vortragsnachmittag, dessen Erlös inzwischen in der Kirchenkasse klimpert (150 Euro auf dem Konto für die Orgelsanierung, 120 Euro auf dem für die dringend notwendigen Arbeiten). Weitere Aktionen dieser Art sollen folgen, hat Hans Werner Unger vom Förderkreis wissen lassen.

Aber auch anderweitig laufen Spenden ein. So hat die CDU-Ortsgruppe erst zu Beginn dieser Woche 150 Euro an den Pfarrer übergeben. "Jede Kirche ist es wert, erhalten zu werden", begründete Ortsgruppenvorsitzender Michael Oecknigk das Engagement. "Und jeder Euro hilft", versicherte Volkmar Homa.

sk

Lausitzer Rundschau vom 09. März 2012

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