Rettung des Gotteshauses kann beginnen

Bad Belzig (MZV) Ministerin Sabine Kunst weilte zu einem Kurzbesuch bei der Evangelischen Kirchengemeinde Golzow. In der Kirche von Cammer erklang nach Ankunft der Politikerin Orgelspiel und Gesang. Einen so festlichen Empfang anlässlich der Übergabe eines Fördermittelbescheides in Höhe von 52.500 Euro hatte Sabine Kunst nicht erwartet.

 
Übergabe eines Fördermittelbescheides in Höhe von 52.500 Euro durch Ministerin Sabine Kunst an die Kirchengemeinde Golzow für die Sanierung der Kirche von Cammer.

Die Kirchengemeinde Golzow beabsichtigt, die Hülle des Gotteshauses zu sanieren. Mit dem erhaltenen Geld kann der erste Bauabschnitt noch in diesem Jahr beginnen. Vor dem erst vor wenigen Jahren neu ausgemalten Sternenhimmel in der Apsis nahm Pfarrer Jens Meiburg den Fördermittelbescheid entgegen. Der einerseits in frischen Farben erstrahlende Hintergrund und die das Mauerwerk bereits längst wieder zierenden Feuchtigkeitsspuren rundherum unterstrichen deutlich die vor der Kirchengemeinde liegende gigantische Herausforderung. Aufsteigendes Wasser hat mittlerweile im gesamten Kirchenschiff und im Turm deutlich sichtbare Zeichen hinterlassen. Für die Rettung des Gotteshauses besteht damit dringender Handlungsbedarf. Die Sanierung des Turmes im Rahmen des ersten Bauabschnittes wird nach Einschätzung des Architekten Max Vogt 105.000 Euro verschlingen. Der von der Kulturministerin mitgebrachte Fördermittelbescheid deckt die Hälfte der Kosten. Der Restbetrag wird aus Mitteln der Landeskirche, des Kirchenkreises, Eigenmitteln und durch 5.000 Euro von der Sparkassenstiftung bestritten. In drei Jahren soll die Außenhülle der Kirche komplett saniert sein. Die Gesamtkosten werden sich auf 330.000 Euro beziffern. "Heute wird der Anfang für das Ganze gemacht", so Meiburg, damit die Kirche auch in Zukunft Mittelpunkt des Dorfes bleibt - immerhin sind 50 Prozent der Einwohner evangelisch. Der Architekt Max Vogt beschäftigt sich mittlerweile seit neun Monaten mit der Kirche in Cammer. Er hat während dieser Zeit die Sanierung des Gotteshauses vorbereitet, geplant und die Kosten geschätzt. "Sanieren heißt Heilen", erklärte er nach der Übergabe des Fördermittelbescheides.

Märkische Oderzeitung vom 02. April 2012

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