Neues Holz für den Turm

Die Kirche in Brunn wird saniert / Arbeiten sollen Ende Mai beginnen

BRUNN - Das Gotteshaus in Brunn soll instand gesetzt werden. In einem ersten Bauabschnitt ist die Sanierung des Kirchturmes geplant. Über die anstehenden Arbeiten informierte am Donnerstagabend Pfarrer Alexander Bothe gemeinsam mit Andreas Nisse vom Ingenieurbüro für Baustatik und Sanierungsplanung (IBS) in der Kirche. Etliche interessierte Bürger nahmen an der Veranstaltung teil.

Nachdem es im Jahr 2008 zu Sturmschäden am Dach gekommen war, hatte das Pfarramt Wusterhausen das IBS beauftragt, ein Gutachten über den baulichen Zustand zu erstellen. Das Büro untersuchte die gesamte Holzkonstruktion und alle Massivbauteile. Die vorgefundenen Schäden seien in einem langen Zeitraum entstanden, sagte Andreas Nisse. Bei der Untersuchung des Turmgebälks stellten die Experten fest, dass der sogenannte Hausbock bereits große Schäden verursacht hat. Außerdem gibt es Schädigungen im Anschlussbereich zwischen Turm und Kirchenschiff durch den echten Hausschwamm.

Auch die Fachwerkkonstruktion des Turmes ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die daran angebrachte Kiefernholzverkleidung muss komplett ausgetauscht werden. Diesmal soll witterungsbeständiges Lärchenholz verwendet werden. Um möglichst viel historische Substanz zu erhalten, würden bei der Sanierung nur geschädigte Bauteile ausgetauscht, erklärte Ingenieur Nisse.

Für den ersten Bauabschnitt, der die Sanierung des Turmes umfasst, sind 82 000 Euro eingeplant. Die finanziellen Mittel stammen anteilig aus Fördergeldern, von der Landeskirche, aus Spenden und aus zahlreichen Nachbargemeinden, berichtete Pfarrer Bothe. Ende Mai sollen die Arbeiten beginnen. Diese dauern voraussichtlich vier Monate lang. Bei dieser Gelegenheit erhält die Turmuhr ein neues Ziffernblatt. Außerdem wird sie elektrifiziert. Das alte Uhrwerk soll erhalten bleiben.

Die Brunner Kirche entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und zählt somit zu den Ältesten der Region. In den Jahren 1863 bis 1865 und dann noch einmal 1953 erfolgte eine grundlegende Sanierung. (Von André Reichel)

Märkische Allgemeine vom 28. April 2012

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