Premnitzer Kirche wird saniert

Infrastrukturministerium hat nach langer Zeit die beantragten Fördermittel bewilligt

PREMNITZ - Für seinen Abschiedsgottesdienst hatte sich Michael Frohnert eine besondere Überraschung aufgehoben. Zehn Jahre war er Pfarrer in Premnitz, trat Anfang Mai seine neue Pfarrstelle in Schönefeld an und teilte der Premnitzer Gemeinde zum Abschied mit: Die Sanierung der Kirche könne nun endlich erfolgen, der Bewilligungsbescheid für die beim Infrastrukturministerium des Landes beantragten Fördermittel sei wenige Tage zuvor eingetroffen.

Die Bausumme für die Sanierung der Kirche an der Ecke Bergstraße/Alte Hauptstraße liegt bei 140 000 Euro. Gemacht werden muss der Dachstuhl am Ostgiebel und das gesamte Dach ist neu zu decken. Dachentwässerung und Blitzschutz sind den heutigen Erfordernissen anzupassen. Das Sockelmauerwerk ist 40 Zentimeter tief in die Erde zu sanieren.

"Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir Fördermittel bekommen haben", sagte Michael Frohnert dieser Zeitung. Ohne die staatliche Förderung hätte nicht gebaut werden können. Für 75 Prozent der Bausumme werde es Fördermittel geben. So werde es gelingen, das Baudenkmal für die Gemeinde und eine breite Öffentlichkeit zu erhalten. Die fehlenden 25 Prozent werden durch Gelder des Kirchenkreises Nauen-Rathenow, Eigenmittel der Kirchengemeinde und Spenden beglichen. Pfarrer Michael Frohnert hat voller Freude darüber berichtet, dass durch eine extra aufgelegte Spendensammlung für die Kirchensanierung fast 15 000 Euro zusammengekommen sind.

Im Januar 2010 hatte die Spendenaktion begonnen. Sie war später aber wieder eingestellt worden, weil die beantragten Fördernmittel einfach nicht bewilligt wurden. Eigentlich hatte die Gemeinde damit gerechnet, den Bau noch bis zum Jahresende 2010 zu erledigen. Daraus ist nichts geworden.

Jetzt aber sieht alles gut aus. Im Ministerium hatte man den Premnitzer Antrag im Dezember auf den Punkt "Erhalt des Kulturerbes" der Richtlinie für integrierte ländliche Entwicklung (Ile) umgelenkt was die Befürwortung schließlich ermöglichte. Noch in diesem Sommer soll in Premnitz Baubeginn sein. (Von Bernd Geske)

Märkische Allgemeine vom 03. Mai 2012

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