Der Verein macht weiter

Werbiger setzen sich für die Verschönerung der Dorfkirche ein

WERBIG - Im Sommersonnenlicht strahlt die Werbiger Kirche besonders schön. Und nicht nur die Dorfbewohner freuen sich an diesem Bild. Denn es gibt über die Dorfgrenzen hinaus viele, die einen Anteil daran haben, dass die Kirche wieder vollständig ist.

1968 war der Glockenturm wegen Baufälligkeit abgerissen worden. Seitdem hing die Glocke an einem Gerüst vor der Kirche. Vor knapp einem Jahr konnte der neue Turm eingeweiht werden. Sechs Jahre hatte sich der Förderverein darum bemüht, hat Benefizkonzerte, Kuchenbasare, Versteigerungen organisiert und überall Geld eingesammelt. Große Resonanz gab es auf eine besondere Aktion: 220 Balken des neuen Kirchturms wurden von Spendenwilligen "gekauft". Ihr Beitrag wurde mit einer Urkunde bestätigt.

Etwas von dem Spendengeld, das über die Jahre gesammelt wurde, ist noch übrig. Wie Vereinsvorsitzende Angela Schulze erklärt, wird der Verein weiterhin bestehen und das Geld gut anlegen. "Wir haben einige Projekte in der Kirche geplant, aber die sind noch nicht spruchreif", mehr verrät sie nicht.

Wie viele ihrer Nachbarn freut sich Angela Schulze besonders darüber, dass in der Zeit, seit der Glockenturm wieder steht, in der Kirche zwei Trauungen und drei Taufen stattfanden. Eine Hochzeit im nächsten Jahr steht schon im Terminplan des Pfarrers. "Es ist schön, wenn die jungen Leute an den Traditionen festhalten", sagt Angela Schulze.

Der Verein hat nach wie vor 30 Mitglieder. Alle zwei Monate treffen sie sich. (mb)

Märkische Allgemeine vom 14. August 2012

   Zur Artikelübersicht