Gotteshaus benötigt irdische Hilfe

Cammer (MZV) Bereits im Frühling kam in der Kirche in Cammer ein Fördermittelbescheid für die Hüllensanierung des Gotteshauses an - überbracht von der Brandenburger Ministerin für Kultur, Forschung und Wissenschaft, Sabine Kunst.

 
Der Kirchturm wurde eingerüstet, Putz abgehauen.
© MZV

Damals hieß es, dass mit den erhaltenen 52.500 Euro der erste Bauabschnitt noch im Verlauf des Jahres beginnen soll. Doch bislang war Ruhe auf der Baustelle. Jetzt ist der Turm des Gotteshauses zumindest eingerüstet. Bauanlaufgespräche haben bereits stattgefunden, die ersten Gewerke sind aktiv. Ein dringendes Handeln ist unaufschiebbar. Aufsteigendes Wasser hat im gesamten Kirchenschiff und im Turm deutlich sichtbare Zeichen hinterlassen. Für die Rettung des Gotteshauses besteht damit dringender Handlungsbedarf.

Der Zustand des Turmes wurde bereits bei der Fördermittelübergabe als "verfaultes Gerippe", dessen Standsicherheit gefährdet ist, bezeichnet. Unter Auflagen und in Begleitung des Denkmalschutzes wird am eingerüsteten Turm der Zementputz abgehauen. Pfarrer Maiburg hofft, darunter Spuren der früheren Gestaltung zu entdecken.

Für die Sanierung des Turmes im Rahmen des ersten Bauabschnittes waren im Frühjahr nach Einschätzung des Architekten Max Vogt 105.000 Euro veranschlagt.

Die Komplettsanierung sollte eigentlich in drei Jahre abgeschlossen sein und aus Mitteln der Landeskirche, des Kirchenkreises, Eigenmitteln und durch Spenden der Sparkassenstiftung finanziert werden.

Märkische Oderzeitung vom 29. November 2012

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