Es fehlt noch das i-Tüpfelchen

Einigung über die Art der Sanierung der Kapper Kirche / Stadtverordnete entscheiden über 7000 Euro

KAPPE - 634 Besucher kamen in diesem Jahr zu den vier Kapper Brunchkonzerten. Im Vergleich zu 2011 sei das eine erhebliche Steigerung, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Kapper Cappe, Christian Schulze. In den nächsten zwei Jahren müssen die Gäste allerdings mit einigen Einschränkungen leben, können dann aber 2015 ganz groß feiern. Sollten die Zehdenicker Stadtverordneten am Donnerstag einer Förderung des Projekts in Höhe von 7000 Euro zustimmen der Verein wird das Geld später wieder zurückzahlt , würde bereits im nächsten Jahr die Kirchensanierung beginnen. Zwei Jahre sind dafür vorgesehen. Bis Ende 2014 muss das Geld verbaut sein.

Beim abschließenden Gespräch vor einigen Tagen trafen sich Denkmalbehörde, Planer sowie Kirchenverwaltung an der Kirche, um den Rahmen der Sanierung abzustecken. Dabei sei es auch um den Turm gegangen, den es aktuell nicht gibt, der aber zum Ursprungsbau aus dem Jahr 1891 gehörte. Der Hauptgeldgeber, das Land Brandenburg, will die Arbeiten nur dann fördern, wenn das Gotteshaus wieder in seinen Originalzustand zurückversetzt wird. Dadurch wird das Projekt etwas teurer. Letztlich einigten sich die Anwesenden darauf, dieser Idee zu folgen. Viel Zeit, an den Planungen noch grundsätzlich zu feilen, bleibt ohnehin nicht, weil der Förderverein und die Kirchengemeinde die Finanzierung und die Baugenehmigung bis zum 15. Januar beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung vorlegen müssen. Sie kommen damit in die komfortable Situation, für die Sanierung der Kirche 220 000 Euro an Fördergeld aus dem "Leader-Plus"-Programm zu bekommen. Das Land unterstützt letztmals über dieses Instrument derartige Bauvorhaben.

Wie die 350 000 Euro teure Sanierung konkret ablaufen wird, ist noch nicht bis ins Detail geklärt. Sicher ist nur, dass zunächst der Turm an der Reihe ist. Das ist insofern interessant, da die Turmspitze völlig neu entsteht. Die Kirche bekommt damit ein ganz anderes Aussehen, besitzt dann aber wieder ihren Originalzustand. Im Anschluss muss das Dach gemacht und das Kirchenschiff saniert werden. Unabhängig davon werden aber auch in den nächsten zwei Jahren die Brunchkonzerte sowie Sonderveranstaltungen stattfinden. Die Planungen für 2013 sind bereits abgeschlossen, derzeit beschäftigt sich der Förderverein mit dem Programm für 2014. Sollte alles wie gewünscht funktionieren, könnte schon bald über die Einweihungsfeier der dann ausgebauten Kirche nachgedacht werden. Die Gäste der Brunchkonzerte schätzen vor allem die Atmosphäre dieser Veranstaltung. Deshalb könnte die Übergabe des in frischem Glanz erstrahlenden Gotteshauses in ein Brunchkonzert eingebettet werden.

Noch keine Lösung gibt es dagegen für die Sanierung der Kirchenorgel. Darüber müssen sich Kirchengemeinde und Förderverein in den nächsten Jahren Gedanken machen. Auch dafür wird viel Geld nötig sein. (Von Andreas Röhl)

Märkische Allgemeine vom 11. Dezember 2012

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