Hilfe für zwei benachbarte Kirchen

Gotteshäuser in Groß- und Kleinrössen werden parallel saniert / Kosten von 340 000 Euro

GROSS-/KLEINRÖSSEN Sowohl für die Dorfkirche in Großrössen als auch für die im Ortsteil Kleinrössen sind Fördermittel bewilligt. Die Sanierungsarbeiten erstrecken sich über drei Jahre. Während in Großrössen schon jetzt mit ersten Maßnahmen begonnen wurde, geht es in Kleinrössen dann im nächsten Jahr los.

Die Großrössener Kirche wird zu Weihnachten noch nicht nutzbar sein, weil die eingebauten Gerüste zur Notsicherung noch nicht entfernt werden können. Erste Bauarbeiten am Gotteshaus dürften aber jene optimistisch stimmen, die darauf hoffen, die Kirche bald wieder nutzen zu können.

Möglich wurden die aktuellen Sanierungsmaßnahmen, weil jetzt die Fördermittel fließen, um die die Kirchengemeinde sich schon seit langem bemüht. 75 Prozent der Nettobausumme hat der Landesbetrieb für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Aussicht gestellt. Etwa 250 000 Euro Gesamtbaukosten sind laut Aussage des betreuenden Planungsbüros Angelis & Partner für Großrössen veranschlagt, weitere knapp 90 000 Euro für Kleinrössen.

Gebaut wird über drei Jahre. Der Anfang in Großrössen ist bereits gemacht. Dort kümmern sich Fachleute gegenwärtig um die Instandsetzung des Traufbereichs. Marode Deckenbalken und Sparren müssen im ersten Schritt der Sanierung erneuert werden.

Im nächsten Jahr soll es dann mit dem Dach weitergehen. Ist es drauf und das Gotteshaus wieder rundum dicht, kann es an den Innenanstrich gehen. Dazu hat es bereits jetzt restauratorische Vorarbeiten gegeben. Sie waren nötig, damit in Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde über die zukünftige Farbfassung entschieden werden kann.

Ein weiteres wichtiges Vorhaben in Großrössen ist der Bau eines separaten Gebäudes in unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche, in dem Sanitäranlagen und eine kleine Küche Platz finden sollen.

Deutlich geringer fallen die Arbeiten im Ortsteil Kleinrössen aus, die im nächsten Jahr beginnen. Sie beschränken sich auf Substanz erhaltende Maßnahmen. Auf dem Plan stehen zum Beispiel das Schließen von Rissen, das Erneuern von Anstrichen und der Austausch alter Hölzer. Der größte Teil aller Aufgaben soll im nächsten Jahr realisiert werden. Abgeschlossen wird die Sanierung beider Kirchen aber erst 2014.

Zum Thema:

Die Sanierung der beiden Kirchen in Groß- und in Kleinrössen ist immer im Komplex zu sehen. Gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum in Kleinrössen sollen sie nach Abschluss der Arbeiten zu einem ökologischen Kirchenzentrum etabliert werden. Die Nutzung des Gotteshauses in Kleinrössen wird dabei in erster Linie wie schon jetzt weiterhin nur in den Sommermonaten zu den Familiensonntagen erfolgen.

Sylvia Kunze

Lausitzer Rundschau vom 14. Dezember 2012

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