Spender entlasten Förderverein

Kapper Cappe kann Rechnungen bezahlen

ZEHDENICK - Die Mitglieder des Fördervereins Kapper Cappe freuen sich über die große Unterstützung im Zuge eines Spendenaufrufs, den sie für die Sanierung der Dorfkirche gestartet hatten. Eine Zehdenickerin hatte davon in der MAZ gelesen und wusste sofort, dass sie helfen wollte. Sie hat nicht nur 1000 Euro für den Verein gespendet, sondern auch ein zinsloses Darlehen in Höhe von 2000 Euro gegeben. Zudem war ein Pfarrer aus Erkner im Internet auf den Hilferuf gestoßen und hat 1000 Euro überwiesen. Noch viele andere halfen ebenfalls. Der Vereinsvorsitzende Christian Schulze möchte sich deshalb bei all jenen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass der Verein nicht nur Rechnungen bezahlen kann, die im Zuge der Förderantragsplanung aufgelaufen sind. Gleichzeitig schließt sich nun langsam auch die Eigenkapitallücke, die bei der Finanzierung entstanden war, weil die Stadt Zehdenick sich nicht mit 7000 Euro an der Kirchensanierung beteiligen wollte. Jetzt fehlen nur noch 995 Euro.

Die größte Sorge galt in den vergangenen Wochen allerdings den Rechnungen, die beglichen werden mussten. Der Förderverein hatte die Genehmigungsplanung anfertigen lassen und einen Bauantrag beim Landkreis gestellt, der schließlich bewilligt wurde. Das alles kostete rund 14 000 Euro. Wegen der Spenden ist nun der größte Druck von den Schultern der Vorstandsmitglieder um Christian Schulze genommen. Sie müssen jetzt erst mal abwarten, wie die zuständige Landesbehörde den eingegangenen Förderantrag bewertet und ob es Fördergeld gibt. Avisiert waren 220 000 Euro aus dem Leader-Programm. Doch zuletzt hat das Infrastrukturministerium die Zahl der Themenfelder zusammengestrichen, die für eine Unterstützung in Frage kommen. Im Januar hieß es plötzlich, dass auch keine Kirchensanierungen mehr unterstützt werden. Allerdings war der Verein im Laufe des vergangenen Jahres von der zuständigen Landesbehörde sogar ermuntert worden, sich um die Genehmigungsplanung sowie die Baugenehmigung zu kümmern. Beides liegt nun vor, doch die Förderung steht zur Disposition. Aktuell wird hinter den Kulissen zwischen den Kirchenbehörden und der Landesregierung diskutiert, ob Kirchenprojekte nicht doch noch als förderfähig im Leader-Programm deklariert werden können.

Kontakt zum Verein: 0 33 07/31 51 10 oder Internet: www.kapper-kirche.de. (roe)

Märkische Allgemeine vom 01. Februar 2013

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