Sterne leuchten in Apsis

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wird Dorfkirche Klein Marzehns eingeweiht

KLEIN MARZEHNS - Der Sternenhimmel in der Apsis erleuchtet das Innere der Dorfkirche in Klein Marzehns förmlich. "Ich hoffe, sämtliche Malereien, einschließlich des Spruchbandes bleiben lange erhalten", sagte Matthias Steffen. Der örtliche Malermeister hat sich vor wenigen Tagen noch mit Pfarrer Daniel Geißler und Kirchenältesten Bernd Schonert abgestimmt, um allen Beteiligten gerecht zu werden. Denn am Sonntag soll das Geschaffene während eines Festgottesdienstes bestaunt werden können.

"Ich habe über den Handwerksauftrag hinaus viel Enthusiasmus in die Kirche gesteckt", gesteht der 41-jährige Familienvater. Bei den Arbeiten hat er sich an den Vorgaben des Restaurators Drott gehalten. Diese deckten sich mit einem alten Foto von Marga Sauerbier, das gerade noch rechtzeitig zu den Malerarbeiten gefunden worden war. Der historischen Vorlage nach gibt es nun auch wieder das Spruchband in der Apsis und zwei Bilder rechts und links neben dem Sternenhimmel. Kunstmaler Raimer Lösch aus Klein Marzehns hat sie entworfen und mit ruhiger Hand an die Wand gebracht. Ein Bild zeigt einen Pelikan, der seine Jungen füttert Symbol für Christus, der sich für seine Gemeinde opfert. Die zweite Abbildung zeigt zwei Fische mit fünf Broten Sinnbild für die Speisung der Fünftausend. "Es hat mir viel Spaß bereitet", sagte Lösch und stiftete der Gemeinde eine Heiligenfigur.

"Ich bin vom Ergebnis der Sanierungsarbeiten begeistert", erklärte Daniel Geißler. Mit den schwierigsten Teil hatte sein Vorgänger Roy Sandner, als viele Vorleistungen zu treffen waren. "Als die vielen Abstimmungen zu den Fördermitteln erledigt waren, war es Winter", erinnert sich der Pfarrer.

"Wir haben unsere Kirche gut hinbekommen", lobt auch Bernd Schonert. Gleichwohl sich Malermeister Steffen sich verwirklichen konnte, sei auch die Grundsanierung sehr erfolgreich gewesen. "Dank gilt an Dachdeckermeister Bernd Lutsch aus Niemegk. Er sprang ein, nachdem ein Mitbewerber in Insolvenz ging", erzählt der Kirchenälteste. Besonders erfreulich ist, dass der Kostenrahmen von 75 000 Euro eingehalten wurde", so Schonert. Lediglich 500 Euro mussten mehr aus der Kasse der Kirchengemeinde Klein Marzehns/Groß Marzehns genommen werden. Die finanzielle Punktlandung sei ein Grund mehr zu feiern.

Festgottesdienst am Sonntag, 13.30 Uhr, in der Dorfkirche Klein Marzehns. (Von Gunnar Neubert)

Märkische Allgemeine vom 17. April 2013

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