Gottesdienst für Kirchenfenster

Glienecke bedankte sich bei Spendern und Helfern

ZIESAR - Am Sonntagnachmittag läuteten die Glocken der Glienecker Kirche den Dankesgottesdienst anlässlich des Einbaus der neuen Kirchenfenster ein. Seit letzten Herbst leuchten die hellgrau gestrichenen Fenster und verleihen der Kirche nun ein jugendliches Aussehen.

Die Restaurationsarbeiten an der aus dem frühen 13. Jahrhundert stammenden Feldsteinkirche begannen 2007 mit der Erneuerung des Glockenturms und setzten sich mit dem Einbau der neuen Fenster fort. Die Südfenster wurden von der Tischlerei Spatzier aus Verlorenenwasser angefertigt und im Spätherbst 2012 eingebaut. Die neuen Fenster sind einen Meter breit und 3,24 Meter hoch. Dabei wurden für die Rahmen einfaches Kiefernholz, für die Kämpfer und Pfosten Lerchenholz verwendet. Gemeinsam mit Dagmar Aehlich von der Unteren Denkmalschutzbehörde und Pfarrer Thorsten Minuth hat die Kirchengemeinde Glienecke die Arbeiten abgestimmt.

Nun mussten die Fensterleibungen nur noch verputzt werden. Dazu rückte vergangene Woche die Firma Altenkirch und Tomaschewski aus Brandenburg an. Bei dem einstündigen Gottesdienst, an dem rund 100 Gäste teilnahmen, fanden nicht nur Gläubige ihren Platz in den Reihen der kleinen Dorfkirche, auch Ortsansässige gesellten sich dazu. Der Gottesdienst wurde durch den Kirchenchor und Lesungen bereichert.

Pfarrer Thorsten Minuth hob in seiner Predigt die Bedeutung des Fensters in der Bibel hervor. Er sprach über den Nutzen und die Besonderheiten und vermittelt so den Zuhörern die biblische und alltägliche Geschichte dieses schlichten Gegenstandes. "Was mich an der Gemeinde Glienecke immer wieder überrascht, ist dass alle Bewohner der Gemeinde helfen. Ob es nun beim Putzen der Kirche oder das Kuchenbacken ist. Nicht nur Kirchgänger spendeten, sondern auch Atheisten", lobte Minuth. "Das jahrelange Sammeln hat sich gelohnt, wir haben unsere neuen Fenster. Wir bekamen großzügige Spenden von Glieneckern und ehemaligen Glieneckern. Aber auch die Fiener Agrargenossenschaft Ziesar-Bücknitz steuerte einen größeren Spendenbetrag dazu", lobte Kristina Franke, Kirchenälteste der Kirchengemeinde Glienecke. Zusammen mit Brunhilde Stumpfe organisierten sie die anschließende Kaffeetafel vor der Kirche. (Von Antje Zimmermann)

Märkische Allgemeine vom 07. Mai 2013

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