Hohenbockaer Orgel brilliert mit neuer Klangfülle

Instrument durch Spenden wieder spielbereit

HOHENBOCKA Vier Jahre, nachdem sie außer Dienst gestellt werden musste, brilliert die Hohenbockaer Orgel wieder mit ihrer Klangfülle. Am Himmelfahrtstag war das zum ersten Mal im Kirchenkonzert zu hören.

In der Kirche Hohenbocka hat am Himmelfahrtstag das erste Konzert auf der restaurierten Orgel stattgefunden. Für Pfarrer Gerd Simmank, Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger und Orgelbauer Michael Seibt (v. l.) war das gleichermaßen ein Grund zur Freude.
Foto: Steffen Rasche/str1

Reinhard Seeliger hat alle Register gezogen. Mit Werken von Johann Sebastian Bach hat der Kirchenmusikdirektor aus Görlitz beeindruckend gezeigt, was die Hohenbockaer Orgel zu bieten hat. Pfarrer Gerd Simmank ist froh darüber. Die sieben romantisch und drei barock klingenden Register geben mit ihren Pfeifen dem Instrument eine besondere Klangfülle.

Mit der renovierten Orgel ist die 1408 erbaute Hohenbockaer Kirche jetzt komplett. Erst 2010 war das Gotteshaus nach aufwendiger Renovierung wieder in Dienst gestellt worden. Damals reichte das Geld nicht mehr für die Orgel. Dabei hätte sie es bitter nötig gehabt. Das 1846 von der Firma Nagel aus Großenhain gebaute Instrument war bereits 2009 außer Dienst gestellt worden. Übergangsweise hat eine Computer-Sakral-Orgel der Firma Ahlborn ihre Aufgabe übernommen, doch "die alte Orgel gehört zur Kirche", waren sich Pfarrer und Gemeindekirchenrat einig.

So haben sie, wie schon zur Innensanierung der Kirche, gemeinsam Spenden gesammelt, um die Restaurierung der Nagel-Orgel in der Orgelwerkstatt Ekkehart Groß aus Waditz bei Bautzen in Auftrag geben zu können.

Heidrun Seidel

Lausitzer Rundschau vom 10. Mai 2013

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