Spenden fließen zur Rettung des Laubster Altars

Bislang sind 5000 Euro für Sanierung eingegangen

LAUBST Der Spendenaufruf für die Rettung des vom Verfall bedrohten Altaraufsatzes der Laubster Kirche zeigt erste Erfolge. "Inzwischen sind viele kleinere Beträge auf das Spendenkonto eingezahlt worden, die sich zu rund 5000 Euro summieren", informiert Bernd Janowski vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg.

Der Laubster Altar braucht dringend Hilfe.
Foto: EKBO/pr

Der Förderkreis hatte im Dezember 2012 gemeinsam mit dem Brandenburgischen Amt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Stiftung kirchliches Kulturerbe die Aktion "Vergessene Kunstwerke ein Altar braucht Hilfe" gestartet. In einem Faltblatt, in dem der herausragende kunsthistorische Wert des Altaraufsatzes hervorgehoben wird, und in Anzeigen bitten die Initiatoren Spender um finanzielle Unterstützung für die Sanierung des Laubster Kleinods. "Es handelt sich um ein hochwertiges, schön gearbeitetes Kunstwerk aus der Zeit nach der Reformation mit protestantischer Ikonografie. Eine Seltenheit im Land Brandenburg, auch weil die originale Farbgebung nicht übermalt wurde", schwärmt Bernd Janowksi.

Jahrzehntelang war nichts für den Erhalt des kunsthistorisch wertvollen Altaraufsatzes getan worden, weil die Laubster Kirche dem Braunkohletagebau geopfert werden sollte. Mit der Zeit drang Feuchtigkeit in das Holz ein, empfindliche Zierelemente und die Bemalung begannen sich zu lösen. Um eine weitere Schädigung zu verhindern ist nun eine fachgerechte Sicherung und Festigung der erhaltenen Substanz notwendig, die die kleine Kirchengemeinde Leuthen-Schorbus nicht allein stemmen kann.

"Die Restaurierung des Altars wird sehr viel mehr als 5000 Euro kosten. Aber schon mit dieser Summe könnte ein Anfang gemacht werden. Im Spätsommer werden wir sehen, wie viel Geld bis dahin gespendet wurde. Dann kann vielleicht schon mit den Festigungsarbeiten begonnen werden", sagt Janowski.

Der Förderverein Alte Kirche Berlin-Brandenburg engagiert sich nicht nur für die Rettung des Altaraufsatzes. Sie unterstützt die Kirchengemeinde und die Gemeinde Laubst auch bei der Restaurierung des baufälligen Kirchturms, dessen Haube im vergangenen Jahr abgenommen werden musste. Dank eines Zuschusses könnte ein Schadensgutachten in Auftrag gegeben werden. "Wir können uns nicht nur um ein Inventarstück kümmern, wenn die Kirche selbst in ihrer Substanz bedroht ist", sagt Bernd Janowski.

Nicole Nocon

Lausitzer Rundschau vom 10. Mai 2013

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